"Schlag den Raab" Raab verliert, ProSieben gewinnt

Der Star verlor, die Quoten waren traumhaft: Als ein 24-Jähriger am Samstagabend Stefan Raab in dessen Fernsehshow besiegte und so 500.000 Euro gewann, sahen 3,3 Millionen Menschen zu. In der werberelevanten Zielgruppe kam "Schlag den Raab" auf 26 Prozent Marktanteil.

Kandidat Hans-Martin: Schlug Stefan Raab, gewann 500.000 Euro
ProSieben/Willi Weber

Kandidat Hans-Martin: Schlug Stefan Raab, gewann 500.000 Euro


Köln/Unterföhring - Wie jedes Mal schalteten die Zuschauer auch am Samstag wohl nicht zuletzt deshalb ein, weil sie Stefan Raab verlieren sehen wollten - diesmal aber wandte sich zumindest das Studiopublikum nach einiger Zeit offen gegen den Kandidaten.

Als sich dann abzeichnete, dass der 24-jährige Hans-Martin Schulze aus Oldenburg tatsächlich Chancen hatte, den Moderator zu schlagen, kann das den Quoten nur gutgetan haben. In der Spitze sahen die Sendung bei ProSieben 3,36 Millionen Menschen ab drei Jahren. Bei der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil mit 2,42 Millionen Zuschauern bei 26,1 Prozent.

Der 24-jährige Pharmaziepraktikant Hans-Martin aus Oldenburg hatte Raab im 15. Spiel besiegt und 500.000 Euro gewonnen. In diesem letzten und alles entscheidenden Spiel namens "Die Münze" zeigte Schulze mehr Fingerspitzengefühl, als es darum ging, eine Euro-Münze in ein Glas zu schnipsen. Beide hatten zehn Versuche, der Kandidat traf dreimal, Raab nur zweimal.

Raab gewann zwar die Mehrzahl der Spiele, holte dabei aber insgesamt weniger Punkte. Zuvor hatten sich die beiden unter anderem im Eins-gegen-Eins-Fußball, im Bahnradfahren, Diskuswerfen, Armbrustschießen und diversen Quizspielen messen müssen. Der Kandidat gewann unter anderem in einer Disziplin, in der es darum ging, fünf Schrauben aus einem über Kopf angebrachten Balken herauszudrehen.

"Ich verliere ja immer ungern" sagte Raab gegen Ende der Sendung, "heute aber besonders ungern". Sein Opponent erwiderte, er sei ja "nicht gekommen, um dein Freund zu werden, sondern um das Geld zu gewinnen". Der Kandidat selbst kam beim Studiopublikum offenbar nicht gut an. Zwischenzeitlich erntete er Buhrufe, ließ sich davon aber nicht beirren.

cis/dpa/ddp



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