Spielbergs Urzeit-Serie: Fox stellt "Terra Nova" nach einer Staffel ein
Passable US-Quoten, großes weltweites Interesse - trotz der positiven Reaktionen verzichtet der Fernsehsender Fox auf eine zweite Staffel von "Terra Nova". Für die erst kürzlich in Deutschland gestartete und von Steven Spielberg produzierte Serie muss das aber nicht das Aus bedeuten.
Hamburg - Wochenlang gab es eine Hängepartie um die Zukunft des Urzeit-Abenteuers "Terra Nova" - nun hat sich der US-Sender Fox entschieden: Zumindest auf seinem Stammsender wird es keine Fortsetzung der aufwendig produzierten Serie geben. Das vermelden die Branchen-Websites "Deadline Hollywood" und "E!News". Das Aus bei Fox bedeutet aber noch nicht das endgültige Ende von "Terra Nova". Die Produktionsfirma und Schwesterfirma des Senders, 20th Century Fox, versucht nun, das Format bei einem anderen Anbieter in den USA unterzubringen.
Eigentlich ist "Terra Nova" zu erfolgreich, um nach der ersten Staffel abgesetzt zu werden. Zwar waren die Quoten auf dem Heimatmarkt eher durchschnittlich - im Schnitt sahen 7,52 Millionen Amerikaner zu -, aber die Serie verkaufte sich international sehr gut. Sender in 25 Ländern sicherten sich die Rechte an der Ausstrahlung.
In Deutschland erreichte ProSieben mit "Terra Nova" bislang gute Quoten. Die am Montag ausgestrahlte zweite Folge erreichte 15,5 Prozent der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Insgesamt sahen sie 2,87 Millionen Zuschauer, damit konnte die Folge das Niveau des für 14 Millionen Dollar produzierten Pilotfilms halten.
Ob die "Terra Nova"-Macher tatsächlich eine neue Heimat bei einem anderen US-TV-Network finden, ist noch unklar. Bei Fox hatte die Serie offenbar zu starke Konkurrenz. Mit "Fringe", "Alcatraz" und "The Finder" laufen dort bereits ähnlich erfolgreiche Serien mit allerdings wesentlich günstigeren Produktionskosten - jede "Terra Nova"-Folge kostete laut Fox vier Millionen Dollar. Zudem startet noch in diesem Monat "Touch" mit Kiefer Sutherland.
Obwohl "Dr. House" nach acht Staffeln ausläuft, hatte Fox schlicht ein Überangebot an guten Serienformaten. In diese Richtung hatte sich bereits der Unterhaltungschef von Fox zur Zukunft "Terra Nova" geäußert. "Wenn wir mehr Löcher in unserem Programm hätten, würden wir sie mit Vergnügen damit füllen", sagte Keith Reilly Mitte Januar.
fdi
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