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Absetzung von Volksmusik-Sendung: Ausgestadelt

"Stadlshow": Verjüngung gescheitert Fotos
DPA

Maue Quoten, langweilige Moderation: Seit Wochen wird über die Absetzung des Musikantenstadl-Nachfolgers "Stadlshow" diskutiert. Jetzt ist das Aus offiziell.

Der "Musikantenstadl" gehörte einst zu den erfolgreichsten Showformaten in Deutschland. Wenn auch Kritiker in der Sendung stets den Inbegriff deutscher Schunkelspießigkeit sahen, gaben die Quoten dem Stadl, das vom 2015 verstorbenen Karl Moik gegründet wurde, jahrzehntelang recht.

Der Nachfolger des Erfolgsformats, die "Stadlshow", wird jetzt abgesetzt. Darauf hätten sich die Partnersender aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach eingehender Analyse der Sendungen im September und an Silvester geeinigt, teilte der Bayerische Rundfunk mit. 2016 und 2017 werde es aber noch Ausgaben an Silvester geben.

Die von Francine Jordi und Alexander Mazza moderierte Neuauflage des "Musikantenstadls" im September floppte, nur 2,5 Millionen Zuschauer interessierten sich für die Sendung. Kritiker bescheinigten der Show Seelenlosigkeit und Langeweile. Auch zu Silvester, als bei der Sendung unter anderem Heino und Marianne Rosenberg auftraten, blieben die Quoten mau. "Der Stadl ist nach wie vor eine Institution und eine Traditionsmarke für neue Volksmusik und Schlager", hatte Heino damals seinen Auftritt kommentiert.

Der Musikantenstadl wurde 1981 von Moik für den ORF entwickelt, drei Jahre später wurde die Sendung vom deutschen Fernsehen übernommen. Zeitweise erreichte sie bis 20 Millionen Menschen weltweit. Auch Andy Borg, der die Moderation 2006 übernahm und im vergangenen Jahr abgeben musste, erreichte trotz zunehmenden Konkurrenzdrucks immer noch gute Einschaltquoten.

eth/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 79 Beiträge
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1. Vielleicht...
pamhalpert 12.01.2016
müsste man im öffentlich-rechtlichen auch mal anfangen, innovativ zu sein, bevor einem das Zielpublikum wegstirbt....
2. Hurra!
Bueckstueck 12.01.2016
Weniger Schunkel-Gedöns auf der Mattscheibe ist immer eine gute Nachricht!
3. Da wird Kalkofe
gekreuzigt 12.01.2016
aber traurig sein.
4. Gute Nachricht,...
poetnix 12.01.2016
....aber unsere TV- Gewaltigen des Zwangsbeitrages werden sicherlich auch diesen Sendeplatz qualitätsfrei besetzen können.
5. hätte nicht geglaubt,
archi47 12.01.2016
daß man die Vorläuferniveus noch unterbieten kann. Aber auch dies ist gelungen. Überhaupt fällt die letzten Jahre bei allen Studioformaten auf, daß kein Format mehr ohne Gekreische und Gejohle von den Studiozuschauern aufgezeichnet wird. Es ist offenbar kein Verantwortlicher mehr da, der dieses abnorme Verhalten unterbindet. So werden affektierte Maßstäbe im täglichen Umgang unseres Nachwuchses gesetzt. Früher wurde freundlich geklatscht und dann wars genug des Vorschußlorbers. Die Macher haben seit Jahren sogar Animateure außerhalb der Bildfläche, die den Zuschauer hypemäßiges Kreischen oder sonstwie unterwürfiges Verhalten signalisieren. Mittlerweile fühlt der Zuschauer auch Zuhause den Riß zwischen realer Qualität und animierter Schauspielkunst des Studiopublikums.
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