Zuschauerzahlen: Quoten-Schlappe für Stefan Raab

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Schlechte Quote: Stefan Raabs "Absolute Mehrheit" floppte bei den TV-Zuschauern

Der Talk lief gut - doch wenige schalteten ein. Nur 800.000 Zuschauer wollten Stefan Raabs Polit-Show "Absolute Mehrheit" sehen, eine ziemliche Schlappe. Talk-Konkurrent Günther Jauch sah da besser aus. Und erst recht die Wiener "Tatort"-Ermittler.

Hamburg - In seiner Sendung sucht Stefan Raab die "Absolute Mehrheit", doch wenn man sich die Einschaltquote ansieht, ist der TV-Moderator von so einem Traumwert weit entfernt. Nur 800.000 Zuschauer blieben am Sonntagabend bei der Polit-Sendung auf ProSieben hängen. In der jüngeren Zielgruppe, die der Sender ausdrücklich damit ansprechen will, betrug der Marktanteil nur 9,1 Prozent.

Damit musste sich Entertainer Raab seinem Rivalen Günther Jauch deutlich geschlagen geben. Der hatte in seiner ARD-Sendung die Österreicherin Natascha Kampusch zu Gast und konnte 4,71 Millionen Zuschauer verbuchen.

Raabs Quoten-Flop ist umso schmerzlicher, weil ProSieben während der Primetime - also unmittelbar zuvor - noch gute Zahlen zu vermelden hatte. 3,55 Millionen schalteten beim privaten Sender ein, um "The Blind Side" mit Sandra Bullock zu sehen. Dass nicht einmal ein Viertel von ihnen im Anschluss bei Raabs Polit-Show dranblieb, ist ein schwaches Ergebnis für den Entertainer, der auch als Moderator für das Kanzlerduell ins Gespräch gebracht worden war.

Allerdings hatte Raab in seiner zweiten Sendung Jungpolitikerinnen wie Dorothee Bär, Katja Dörner oder Yvonne Ploetz eingeladen - keine sonderlich prominenten Gäste. Bei einem Aufeinandertreffen zwischen Merkel und Steinbrück würden die Zuschauerzahlen wohl anders aussehen.

Klarer Gewinner des Sonntagabends war einmal mehr der "Tatort". Das Wiener Duo Eisner und Fellner ermittelte in Diplomatenkreisen. Der actiongeladene Fall "Zwischen den Fronten" verbuchte mit 8,57 Millionen Zuschauern den Tagessieg, gefolgt von der "Tagesschau" und dem ZDF-Familiendrama "Wer liebt, lässt los" mit Ursula Karven.

sbr

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insgesamt 9 Beiträge
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    Seite 1    
1. ....
janne2109 18.02.2013
habe ich nicht heute früh das Gegenteil gelesen?
2.
kjartan75 18.02.2013
Zitat von janne2109habe ich nicht heute früh das Gegenteil gelesen?
Jetzt bin ich wirklich mal gespannt, was Sie denn da "Gegenteiliges" gelesen haben wollen. Nur zu... verraten Sie es uns.
3. politsendung von stefan raab
parsick32 18.02.2013
wie sagt der volksmund: schuster bleib bei deinen leisten. es ist halt einfacher z.b. eine wok-meisterschaft zu inzenieren als eine anspruchsvolle sendung.
4. Das WIRKLICH Lustige ist...
Smiley666 18.02.2013
...das die Sendung verdammt gut war! Raab ist ein sehr guter Moderator, der sich auch etwas traut und der durchaus seriös auftreten kann. Er war meiner Meinung nach klasse vorbereitet und hat die Politiker auch kritisiert, wenn sie wieder einmal Blödsinn geredet haben. Er war zudem recht forsch gewesen und hat die Gäste nicht erst stundenlang reden lassen, sondern hat sofort "eingegriffen" wenn wieder nur Phrasen gedrescht wurden. Ich fands klasse und würde sofort wieder einschalten!! Ich habe mich besser unterhalten und vor allem auch informiert gefühlt als beispielsweise bei Lanz oder Illner. Ich würde ihn gerne als Moderator für das Kanzlerduell sehen. "Stefan, meinen Segen hast Du!" 8-)
5. Olli Schulz verheizt
Denis 18.02.2013
Ich fand den Talk eigentlich auch ganz gut, mir war aber oftmals danach, die Meinung von Olli Schulz zu hören. Nach der Frauenquote-Debatte hatte ich allerdings das Gefühl, ProSieben hat Herr Schulz nur auf das Sofa gesetzt um zu zeigen, dass man nun über ihn verfügt (-> "Circus Halligalli"). Wäre er mehr zu Wort gekommen, hätte man den Unterhaltungsfaktor sicher noch mal nach oben schrauben können. Aber Raab wusste offenbar, so gut er vorbereitet war, nichts mit Schulz anzufangen.
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