Steffen Seibert ZDF-Moderator wird Merkels neuer Sprecher

Die Bundesregierung bekommt prominente Unterstützung: Der ZDF-Nachrichtenmann Steffen Seibert wird neuer Sprecher von Kanzlerin Angela Merkel. Der 50-Jährige löst seinen Vorgänger Ulrich Wilhelm Mitte August ab.

"heute"-Moderator Seibert: "Eine ganz unerwartete, faszinierende Aufgabe"
ddp

"heute"-Moderator Seibert: "Eine ganz unerwartete, faszinierende Aufgabe"


Berlin - Überraschende Neubesetzung im Kanzleramt: Der Fernsehjournalist Steffen Seibert wird neuer Sprecher der Bundesregierung. Der Moderator des ZDF-"heute journals" werde am 11. August seine Arbeit als Nachfolger von Regierungssprecher Ulrich Wilhelm aufnehmen, teilte die Bundesregierung am Samstag in Berlin mit.

"Für einen leidenschaftlichen Journalisten ist das eine ganz unerwartete, faszinierende neue Aufgabe", sagte der 50-jährige Seibert (mehr auf Wikipedia) . Er zeigte sich überzeugt, dass die Bundesregierung unter Führung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die richtigen Schwerpunkte setze, um dem Land in schwierigen Jahren eine gute Zukunft zu sichern. Merkel freue sich auf die Zusammenarbeit.

Seiberts Arbeitgeber bestätigte den Wechsel, ZDF-Chefredakteur Peter Frey sagte: "Wir bedauern, dass Steffen Seibert seine Perspektive nicht im Journalismus gesehen hat." Man habe ihn als professionellen, engagierten Kollegen sehr geschätzt und wünsche ihm für seine neue Tätigkeit viel Erfolg.

Seiberts Vorgänger Wilhelm wechselt dagegen zum Fernsehen. Er wird neuer Intendant des Bayerischen Rundfunks (BR). Er hatte angekündigt, sein Amt in Berlin spätestens im Juli aufzugeben, wenn sein Nachfolger gefunden sei. Wilhelm tritt beim BR zum 1. Februar 2011 die Nachfolge von Intendant Thomas Gruber an.

Seine gesamte berufliche Laufbahn verbrachte Seibert bisher beim ZDF

Seibert ist seit 2003 das Gesicht der 19-Uhr-Nachrichten im ZDF, seit 2007 auch Moderator des "heute journals". Daneben stand er bei vielen "ZDF-spezials" und als "Mann für die Zahlen" in der ZDF-Wahlberichterstattung vor der Kamera.

Der gebürtige Münchner kam 1988 nach einem Studium der Geschichte als Volontär zum ZDF. Zwischen 1992 und 1995 berichtete Seibert aus Washington, bevor er Moderator des "ZDF-Morgenmagazins" wurde. Später wechselte er ins Vorabendprogramm zum "Abendmagazin" sowie "hallo Deutschland" und leitete "ZDF.reporter".

Seibert ist laut Senderangaben verheiratet und hat drei Kinder. In seiner Freizeit ist er nach eigenem Bekunden großer Opernfan. "Oper macht total glücklich", sagte er in einem Interview. "Ich muss da auch öfter mal heulen."

yes/dpa



Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 141 Beiträge
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Stefanie Bach, 10.07.2010
1. Politik
Zitat von sysopDie Bundesregierung bekommt prominente Unterstützung: Der ZDF-Nachrichtenmann Steffen Seibert wird neuer Sprecher von Kanzlerin Angela Merkel. Der 50-Jährige soll Mitte August starten. http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,705773,00.html
Was nützt ein neuer Sprecher, wenn keine neue Politik gemacht wird? Gescheitert - Warum die Politik vor der Wirtschaft kapituliert (http://www.plantor.de/2009/gescheitert-warum-die-politik-vor-der-wirtschaft-kapituliert/).
rkinfo 10.07.2010
2. GEZ sei Dank !
Zitat von sysopDie Bundesregierung bekommt prominente Unterstützung: Der ZDF-Nachrichtenmann Steffen Seibert wird neuer Sprecher von Kanzlerin Angela Merkel. Der 50-Jährige soll Mitte August starten. http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,705773,00.html
Es ist schon toll wie per GEZ politisch völlig neutrale Journalisten heran wachsen können. Steffen Seibert hat natürlich erst nach dem Anruf von Angie bei Google nach 'CDU-Parteiprogramm' gesucht und sich erst dann von der neutralen GEZ-Karriere gelöst ! Schon toll wie wir es schaffen uns jahrelang per GEZ völlig unparteiische Nachrichtenredakteure zu halten und so nur die reine Wahrheit jenseits Parteiideologien zu erhalten. Wird jetzt nach dem heutejournal bald ein Angie Journal um 22:15 gesendet ? Je mehr Neutralität per GEZ desto besser für uns alle !
cosmo72 10.07.2010
3. so geht aufziehender Bananenstaat
Jahrelang werden die Menschen darauf trainiert eine nette Visage (bezahlt von Zwangsgeldern des ZuschauerPools) als objektiv wahrzunehmen und das was an Nebensächlichkeiten oft größer berichtet wird als das wirklich Bestimmende als die relevante Auswahl und nun sind wir schon wie im Bananenrebubliken dabei diese Leute direkt in den Staatsdienst zu übernehmen... Diese, meist ohne den Hauch einer journalistischen Erfahrung oder echten Durchblickes - nur weil einer Journalismus studiert hat, bedeutet das ja lange noch nicht, dass er/sie kritisch denken kann oder kritisch berichten wird, leben sehr gut, oft mit zehntausenden im Monat von der Volksverarsche - nur stringent sich dann komplett zu "prostituieren" und zum Sprachrohr der angeblich "unseren" Politiker zu machen ... Diese Bande schafft schon lange für die Interessen anderer, wie sie gerade an Westerwelle AFG, oder FDP Swiftabkommen oder SPD ebensolche Datenkracken sehen können. Die Schöngesichter der medialen beeinflußung wollen mit aufs "RettungsBoot"!
evolut 10.07.2010
4. Wechselspielchen
Zitat von sysopDie Bundesregierung bekommt prominente Unterstützung: Der ZDF-Nachrichtenmann Steffen Seibert wird neuer Sprecher von Kanzlerin Angela Merkel. Der 50-Jährige soll Mitte August starten. http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,705773,00.html
Wechselspielchen Staat Staatsfunk. So muß es sein, damit es auch mit der Demokratie klappt. Kein Wunder, dass es notwendiger denn je erscheint, den Staatsfunk durch allgemeine Abgaben für zu finanzieren, schon um den Nachwuchs besser trainieren zu können. Jedertrottel wird dem zustimmen, bravo! Herr Seibert wird seine Sache gut machen, so gut wie jeder Propagandasprecher aus dem Hause ZDF.
narrensyndrom 10.07.2010
5. Merkelwürdig
Menschen mit Charakter würden einen solchen Job ablehnen!
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