Stimmen zu Loriot: "Der unerreichte Altmeister"

Schon vor seinem Tod hatte Loriot einen Platz im Olymp der deutschen Unterhaltungskunst. Kolleginnen und Kollegen priesen seinen Perfektionismus, seinen wachen Geist - und selbstverständlich seinen Humor.

Loriot: Der große deutsche Humorist ist tot
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DPA

"Manchmal musste ich nur dasitzen und verständnislos schauen. Damit konnte ich Loriot begeistern. Zu lachen gab es nichts. Wir mussten alle sehr ernsthaft, präzise, diszipliniert und ausdauernd arbeiten." Schauspieler Heinz Meier ("Erwin Lindemann"), 2010

"Wer ist Loriot? Viele Masken, viele Gesichter. Bisher kannten wir ihn nur als den Herrn, der etwas steif auf dem Sofa sitzt, gelegentlich freundlich lächelnd und im Ganzen etwas kühl wirkend." Evelyn Hamann, langjährige Sketch-Partnerin Loriots, gestorben 2007

"Er ist, ob er will oder nicht, der, auf den man sich immer beruft, wenn man die Frage stellt, ob es einen deutschen Humor gibt oder nicht. Nachdem es keinen zweiten Loriot gibt, ist er verantwortlich dafür, dass es den deutschen Humor wirklich gibt." Kabarettist Dieter Hildebrandt, 2003

"Was Loriot so wertvoll macht, ist die Tatsache, dass niemand in Sicht ist, der ihm auch nur ansatzweise das Wasser reichen könnte." Moderator Thomas Gottschalk, 2003

"Loriot ist der unerreichte Altmeister des deutschen Humors." Schauspieler und Kabarettist Ottfried Fischer, 2003

kuz/dpa

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insgesamt 27 Beiträge
Das ist für mich persönlich die traurigste Nachricht seit langem. Loriot hat mich durch meine Jugend begleitet und noch heute kann ich über die Nudel, das Jodelpiplom und den Kosakenzipfel lachen. Wovor mir graust: Wenn [...]
Das ist für mich persönlich die traurigste Nachricht seit langem. Loriot hat mich durch meine Jugend begleitet und noch heute kann ich über die Nudel, das Jodelpiplom und den Kosakenzipfel lachen. Wovor mir graust: Wenn "Comedians" von heute versuchen, sich mit Loriot auf eine Stufe zu stellen. Namen werde ich hier nicht nennen, sonst graust es mich noch mehr. Darauf ein Hupfheimer Jungferngärtchen, abgezapft und verkork(s)t von Pahlhuber & Söhne.
velkoryn 23.08.2011
Schade, mit von Bülow ist wieder ein Mensch 'abgetreten', den wohl viele Mitmenschen noch hätten länger unter uns weilen & wirken sehen wollen, c'est la vie et la mort. Danke Loriot!
Schade, mit von Bülow ist wieder ein Mensch 'abgetreten', den wohl viele Mitmenschen noch hätten länger unter uns weilen & wirken sehen wollen, c'est la vie et la mort. Danke Loriot!
iNSTEIN 23.08.2011
»Auf dem Campingplatz in Elberfeld liegen die Toiletten separat.« Irgendwie total krank war selten so schön wie mit Vicco von Bülow.
»Auf dem Campingplatz in Elberfeld liegen die Toiletten separat.« Irgendwie total krank war selten so schön wie mit Vicco von Bülow.
Oln 23.08.2011
Bozen! In Bozen liegen die Waschräume separat.
Zitat von iNSTEIN»Auf dem Campingplatz in Elberfeld liegen die Toiletten separat.« Irgendwie total krank war selten so schön wie mit Vicco von Bülow.
Bozen! In Bozen liegen die Waschräume separat.
Gaztelupe 23.08.2011
»Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur blasen kann!« Ein Ferkel war er, der einzige intelligente Anarchist, vor dem alles schrumpfte, gerne auch der Intellektuelle an sich: »Melusine ... – Krawehl, [...]
»Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur blasen kann!« Ein Ferkel war er, der einzige intelligente Anarchist, vor dem alles schrumpfte, gerne auch der Intellektuelle an sich: »Melusine ... – Krawehl, krawehl! Taubtrüber Ginst am Musenhain, Trübtauber Hain am Musenginst. Krawehl, krawehl!« Das ist die beste Handke-Parodie aller Zeiten, wenn auch höchstwahrscheinlich die einzige, und damit schon fast wieder eine Verneigung. Auch ein ernsthafter Dichter, dem Schöngeistigen zugeneigt und allem, was trivial ist, die kalte Schulter zeigend, verspeist schon einmal »gedünsteten Kohlrabi mit Fischstäbchen«. Wo nahm der Mann das nur alles her? Das war alles zu gut, zu vielschichtig, zu anbiederungsfrei, zu sehr auf Kosten aller (auch derer, die sich elitär wähnen), um ewig weiter zu gehen, vor allem im ungeduldigen Fernsehen des neuen Jahrtausends. Ob die Generation Doof, die gerade heranwächst, mit echtem, immer taktvollen Humor noch etwas wird anfangen können? Nein, steht zu befürchten, so kann man sich glücklich schätzen, ein bißchen älter zu sein ...
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  • Dienstag, 23.08.2011 – 13:33 Uhr
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