Streit über TV-Serie "Sherlock" Sherlock gegen Watson

Haben Fans den Krimi-Hit "Sherlock" ruiniert? So sieht es zumindest Watson-Darsteller Martin Freeman. "Armselig" nennt dagegen sein Co-Star Benedict Cumberbatch diese Einschätzung.

Martin Freeman (links) und Benedict Cumberbatch in "Sherlock - Sein letzter Schwur"
ARD

Martin Freeman (links) und Benedict Cumberbatch in "Sherlock - Sein letzter Schwur"


Eins ist sicher: So bald wird es keine Fortsetzung der BBC-Serie "Sherlock" geben.

Seit dem Ende der vierten Staffel im Sommer 2017 hat keiner der Beteiligten etwas zu einer fünften Staffel verlautbart. Was aber völlig unklar ist: Warum das so ist. Selbst die zwei Stars der Serie, Martin Freeman und Benedict Cumberbatch, sind da unterschiedlicher Meinung - und streiten sich via Interviews über die wahren Gründe.

Freeman, Darsteller von Dr. Watson in dem Serienhit, glaubt etwa, die hohen Erwartungen der Fans seien - zumindest teilweise - schuld daran. "Nach der vierten Staffel fühlte es sich wie ein Bruch an", sagte er im März im Gespräch mit dem "Telegraph". "Ich hatte das Gefühl, dass wir damit bis auf weiteres durch sind. Und das liegt zum Teil, so sehe ich das jedenfalls, daran, wie die Serie aufgenommen wurde." Die Erwartungen der Fans seien so hoch gewesen, dass die Freude teilweise abhanden gekommen sei: "Es ging nicht mehr darum, Spaß an der Serie zu haben, sondern darum: 'Ihr macht jetzt verdammt noch mal das hier, sonst seid ihr F*****'", so Freeman.

"Hallo, wegen Erwartungen?"

"Sherlock"-Star Benedict Cumberbatch sieht das allerdings anders: "Es ist ganz schön armselig, wenn es so wenig bedarf, damit du nicht mehr mit den Gegebenheiten klar kommst. Hallo, wegen Erwartungen?", sagte Cumberbatch nun dem "Telegraph". Auch wenn er Freemans Einschätzungen nicht teilt, äußerte Cumberbatch zumindest Verständnis: "Es gibt einen Grad der Begeisterung, ab dem eine Reihe den Fans gehört, obwohl wir diejenigen sind, die sie herstellen. Aber ich fühle mich davon nicht so betroffen, muss ich sagen."

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Dass Cumberbatch demnächst wieder in die Detektivarbeit einsteigen wird, ist trotz seiner Gelassenheit gegenüber den Fans unwahrscheinlich. Zunächst ist er nämlich wieder als Superheld unterwegs: Im neuen Avengers-Film "Infinity War" (Start am kommenden Donnerstag) ist er als Dr. Strange dabei.

Und dann wird er in einer neuen Serie zu sehen sein: In "Patrick Melrose", einer TV-Adaption der Bücher von Edward St. Aubyn, spielt er den ramponierten Titelhelden, der sich über Jahrzehnte hinweg durch den europäischen Jetset trinkt und feiert. "Patrick Melrose" wird ab dem 29. Mai in Deutschland auf Sky zu sehen sein.

hpi

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