München - Seine markante Stimme kennt jeder deutsche Freund des US-Kinos: Rolf Schult übernahm in den deutschen Versionen der Filme von Robert Redford, Anthony Hopkins und Clint Eastwood die stimmliche Hauptrolle. Jetzt ist er für immer verstummt. Sein Sohn Christian Schult bestätigte am Freitag einen Bericht der Münchner "Abendzeitung", die den Tod des Synchronsprechers gemeldet hatte. Rolf Schult starb in seinem Wohnort Horhausen im Westerwald, er wurde 85 Jahre alt.
Schult absolvierte eine Ausbildung an der Schauspielschule Hannover und hatte danach verschiedene Engagements an Theatern. Bekannt wurde aber Ende der sechziger Jahre seine Stimme: Er vertonte Redford unter anderem in Klassikern wie "Butch Cassidy und Sundance Kid", "Der Clou" oder "Die Unbestechlichen". Auch Donald Sutherland oder "Star Trek"-Kommandant Patrick Stewart lieh er die Stimme, ebenso den Hollywood-Größen Marlon Brando, Gene Hackman und Peter Sellers.
Auch in zahlreichen Hörbüchern und Werbespots war Schult zu hören, außerdem in zwei Computerspielen. 2008 erhielt Schult den Synchron-Zuhörerpreis "Die Silhouette" für sein Lebenswerk.
kuz/dpa
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