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Ausgabe 22/2013

Talkshows: ARD-Intendanten erwägen Beckmann-Absetzung

Reinhold Beckmann: ARD-Intendanten erwägen Absetzung der Talkshow Zur Großansicht
DPA

Reinhold Beckmann: ARD-Intendanten erwägen Absetzung der Talkshow

Mindestens eine der fünf ARD-Talkshows wollen die Intendanten loswerden. Schon am Montag könnte nach SPIEGEL-Informationen die Entscheidung fallen: Als wahrscheinlichster Streichkandidat gilt die Sendung von Reinhold Beckmann.

Hamburg - Die ARD steht wohl kurz vor der Lösung ihres Talkshow-Problems. Am Montag treffen sich die Intendanten in Berlin zu einer Sondersitzung, bei der auch das Überangebot an Plauderrunden auf der Tagesordnung steht - und das Ende für "Beckmann" beschlossen werden könnte. Seit fast zwei Jahren diskutieren die Senderbosse intern, welche der fünf Sendungen von Günther Jauch, Frank Plasberg, Sandra Maischberger, Anne Will oder Reinhold Beckmann gestrichen werden sollen.

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Der Druck auf die Intendanten ist hoch, da die Rundfunkräte von WDR und BR eine Reduzierung fordern und selbst ARD-Programmdirektor Volker Herres in Zukunft nur drei, höchstens jedoch vier Talks behalten will. Die Senderchefs sind sich allerdings immer noch uneins, wie viele der Talkshows wegfallen sollen. Gefährdet ist vor allem die Gesprächsrunde "Beckmann", die von allen die schlechtesten Quoten erzielt.

Beckmann hat zwar auch Fürsprecher unter den Intendanten, doch schwindet offenbar der Rückhalt. Unter den Fernsehdirektoren wurde bei deren Sitzung Mitte Mai auch eine seltenere Ausstrahlung von "Beckmann" diskutiert, falls die Senderchefs sich nicht auf die Absetzung eines der Talks einigen können. Der Vorschlag sieht vor, dass "Beckmann" vom Donnerstag auf den Mittwoch wandert und im Wechsel mit "Anne Will" nur noch alle zwei Wochen zu sehen ist; am Donnerstag will die ARD einen Comedyabend etablieren.

Gegen die Idee spricht, dass bei weniger Output die Redaktionskosten kaum sinken würden. Zudem würde so die Reputation von gleich zwei Moderatoren beschädigt. "Es wäre ein fauler Kompromiss", heißt es intern, "aber durchaus ARD-typisch." Die Fernsehdirektoren haben jedoch keine Beschlussempfehlung für die Intendantenrunde vorgelegt. Da der Chefposten beim WDR, der die Sendungen von Plasberg und Maischberger produziert, derzeit unbesetzt ist, könnte die Entscheidung jedoch noch einmal vertagt werden.

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insgesamt 61 Beiträge
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1. Juhhuu!
mopsfidel 25.05.2013
T'schuldigung, ich war gerade etwas ungehalten. "Lassen Sie mich das mal nachfragen: kann es sein, dass ein Beckmann, also den Beckmann den wir so kennen, dass ein Beckmann abgesetzt werden soll?"
2. Wozu wählen?
narzissenfee999 25.05.2013
Die ARD würde sich einen großen Gefallen damit tun, wenn sie alle Talkshows absetzen und sich mal für 2 Jahre in Geschwätzabstinenz üben würde.
3. dass ich das noch erleben darf....
ziegenzuechter 25.05.2013
höchste zeit, dass dieser inkompetente, nervtötende irrläufer abgesetzt wird. sein "stil" ist unterirdisch.
4. Wäre sehr schade.
micha.w 25.05.2013
Wenn ich einige, der sich in den Vordergrund ihrer Talkshows rückenden Talkladies, oder Herrn Jauch mit seinen oberflächlichen Fragen sehe würde mir Herr Beckmann doch sehr fehlen. Gerade seine Gespräche mit Helmut Schmidt halte ich für legendär.
5. streichen
uhrentoaster 25.05.2013
Zitat von sysopDPAMindestens eine der fünf ARD-Talkshows wollen die Intendanten loswerden. Schon am Montag könnte nach SPIEGEL-Informationen die Entscheidung fallen: Als wahrscheinlichster Streichkandidat gilt die Sendung von Reinhold Beckmann. http://www.spiegel.de/kultur/tv/talkshows-ard-intendanten-erwaegen-beckmann-absetzung-a-901896.html
Warum nur Beckmann absetzen? Bitte alle Talkshows absetzen und danach die Kochsendungen.
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