Sonntagskrimi Der neue "Tatort" im Schnellcheck

Wer schläft mit wem? Wer wirft welche Pillen ein? SPIEGEL ONLINE liefert die wichtigsten Fakten zum "Tatort". Diesmal geht es um das neu geschaffene Krimi-Revier in Dortmund, wo sich der Extrem-Schauspieler Jörg Hartmann als neuer Kommissar Kaputtnik hervortut.

WDR

Zeigen die Ermittler richtigen Einsatz?

Ja - Einsatz in alle Richtungen: Die beiden jungen Mitarbeiter Nora Dalay (Aylin Tezel) und Daniel Kossik (Stefan Konarske) landen immer wieder zusammen im Bett. Hauptkommissarin Martina Bönisch (Anna Schudt) steigt nach der Doppelschicht für ein spätes unverbindliches Schäferstündchen im Hotel ab. Und Hauptkommissar Peter Faber (Jörg Hartmann) bringt sich mit Dosenravioli und Antidepressiva durch die Nacht. Sehr kaputt, die Mannschaft des neuen "Tatort"-Reviers in Dortmund.

Wie blutig ist die neue Folge?

Der Kunstbluteinsatz hält sich in Grenzen. Aber anheimelnd ist der alte Ruhrpott hier keineswegs: Alle so nervös hier, alle so verstockt. Wo sind bloß all die alten Kumpel geblieben?

Kann man die Geschichte glauben?

Ja. Obwohl in der ersten Folge eines neuen "Tatort"-Teams und -Reviers immer ganz viel eingeführt werden muss - der Kiez, die Charaktere, der jeweilige Wirtschaftsstandort - schaffen es die Macher, zwischen alten Dortmunder Taubenzüchtern und neuer Hightech-Industrie einen glaubhaften Plot um den Mord an einem schwulen Studenten zu entwickeln.

Bester Auftritt?

Was soll man sagen: Jörg Hartmann als Chefermittler gibt hier alles. So grandios runtergerockt kam schon lange kein "Tatort"-Ermittler daher. Autsch.

Wie steht's mit der Komik?

Komik? Dafür schluckt der suizidgefährdete Ermittler Faber einfach die falschen Pillen.

Lohnt das Einschalten?

Definitiv. Eine starke Ergänzung zu den übrigen "Tatort"-Revieren - besonders zu den beiden anderen Krimis des WDR: Zu den Feelgood-Krimi-Schnurren aus Köln und Münster setzt das Dortmunder Team einen starken düsteren Kontrapunkt. Bitte weiter so! Am 11. November gibt es dann auch schon Nachschlag. Episoden-Titel: "Mein Revier".

Und wenn ich mehr über diesen "Tatort" wissen will?

Dann bitte hier weiterlesen!


"Tatort: Alter Ego", Sonntag, 20.15 Uhr, ARD

Unser Kollege Arno Frank guckt heute für SPIEGEL ONLINE den Tatort und twittert live auf @SPIEGEL_Kultur.

cbu

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insgesamt 28 Beiträge
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Seite 1
hoffer 23.09.2012
1. Kommt nur mir das so vor?
Zitat von sysopWDRWer schläft mit wem? Wer wirft welche Pillen ein? SPIEGEL ONLINE liefert die wichtigsten Fakten zum "Tatort". Diesmal geht es um das neu geschaffene Krimi-Revier in Dortmund, wo sich der Extrem-Schauspieler Jörg Hartmann als neuer Kommissar Kaputtnik hervortut. http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,856770,00.html
Habe in den letzten Wochen mal testweise in zwei Tatortsendungen reingeschaut. Meiner Ansicht nach reihen sie sich nahtlos in die sonstigen seichten anspruchslosen deutschen Massenproduktionen ein. Nur das beim Tatort noch durch seltsame Kameraführungen und Einblendungen verkrampft wirkend versucht wird, Modernität zu schaffen. Aber anspruchslose Sendungen passen wohl momentan zum Zeitgeist. Spon hat ja auch schon ausführlich ohne Kritik regelmäßig über das Dschungelcamp berichtet.
kölnfreund 23.09.2012
2. Ksta
Tja, der Kölner Stadtanzeiger urteilt exakt gegenteilig. Was hier für gut befunden wird, nervt dort. Wem soll man nun glauben? http://www.ksta.de/medien/-tatort--vorschau-klischeebeladener-ruhrkrepierer,15189656,17893326.html
Boesor 23.09.2012
3.
Zitat von kölnfreundTja, der Kölner Stadtanzeiger urteilt exakt gegenteilig. Was hier für gut befunden wird, nervt dort. Wem soll man nun glauben? http://www.ksta.de/medien/-tatort--vorschau-klischeebeladener-ruhrkrepierer,15189656,17893326.html
reinschauen und sich selbst glauben.
Mehrleser 23.09.2012
4.
Zitat von kölnfreundTja, der Kölner Stadtanzeiger urteilt exakt gegenteilig. Was hier für gut befunden wird, nervt dort. Wem soll man nun glauben? http://www.ksta.de/medien/-tatort--vorschau-klischeebeladener-ruhrkrepierer,15189656,17893326.html
Der ist ja auch eine Autorität auf dem Gebiet klischeebeladener Tatorte an der Würstchenbude...
LudwigN 23.09.2012
5. Sehe ich anders
Zitat von hofferHabe in den letzten Wochen mal testweise in zwei Tatortsendungen reingeschaut. Meiner Ansicht nach reihen sie sich nahtlos in die sonstigen seichten anspruchslosen deutschen Massenproduktionen ein. Nur das beim Tatort noch durch seltsame Kameraführungen und Einblendungen verkrampft wirkend versucht wird, Modernität zu schaffen. Aber anspruchslose Sendungen passen wohl momentan zum Zeitgeist. Spon hat ja auch schon ausführlich ohne Kritik regelmäßig über das Dschungelcamp berichtet.
Ja, das kommt nur Ihnen so vor. Wobei die Qualität der Tatorte sehr schwankt. Je nachdem welcher ARD-Sender die Folge produziert gibt es da schon erhebliche Unterschiede. Es gibt viele sehr gute bis exzellente Folgen, und grenzwertiges z.B. von Radio Bremen und pauschal allen österreichischen Beiträgen.
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