"Tatort"-Sensationsquote Über 13 Millionen sahen Liefers und Prahl

Neue Bestmarke für Münster: Mit ihrem "Tatort" um Pharma-Pfusch haben Jan Josef Liefers und Axel Prahl mehr als 13 Millionen Zuschauer vor den Fernseher gelockt.

ARD

Hamburg/Berlin - Der distinguierte Boerne im OP-Leibchen - dieses schräge Bild wurde vom deutschen Fernsehpublikum offensichtlich als sehr lustig empfunden. Denn trotz durchwachsener bis schlechter Kritiken zum Krankenhaus-"Tatort" aus Münster schalteten am Sonntag sensationelle 13,13 Millionen Zuschauer das Erste ein. Das enspricht einem Marktanteil von 36,7 Prozent.

Der als Comedy-Krimi angelegte "Tatort" mit Jan Josef Liefers und Axel Prahl steuerte schon seit längerer Zeit auf die 13-Millionen-Marke zu. Die letzte Folge, eine sehr gekonnte schwarze Groteske unter dem Titel "Der Hammer", hatte bereits 12,8 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme gelockt. Offensichtlich können die Publikumslieblinge Liefers und Prahl tun, was sie wollen - die Quote geht konstant hoch. Selbst die etwas dünne Handlung der aktuellen Folge, die um Medikamentenpfusch und Patientenexperimente kreiste, hielt die Menschen nicht vom Einschalten ab.

So treu ist das Publikum nicht bei allen prominent besetzen "Tatorten". Nach dem bravourösen Quotenerfolg des ersten Hamburger Dampfhammer-"Tatort" mit Til Schweiger 2013 wurde die zweite, etwas intelligentere Folge mit dem Kinostar von nicht ganz so vielen Menschen goutiert. Da schalteten nur 10,12 Millionen Leute ein.

Eine höhere Einschaltquote als die aktuelle Folge hatte ein "Tatort" nach Angaben der Krimi-Kenner von "Tatort-Fundus" zuletzt 1993, als Manfred Krug als Kommissar Stoever "Um Haus und Hof" ermittelte und einen Marktanteil von 39,5 Prozent erreichte. Um eine höhere Zuschauerzahl zu finden, muss man sogar ins Jahr 1992 zurückgehen, als 14,26 Millionen Zuschauer die WDR-Folge "Tod eines Wachmanns" mit dem Düsseldorfer Ermittler Flemming sahen.

cbu/dpa

insgesamt 158 Beiträge
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lini71 22.09.2014
1. Und warum..
Wird auch hier noch einmal nach getreten? Das gibt im Fußball die rote Karte. Mag ja sein, dass sie (also die Tatort Folge) den Spiegel Kultur Redakteuren nicht gefallen hat, viele fanden sie Klasse, inkl. der Film Zitate (Apocalypse Now etc.)
cdrenk 22.09.2014
2. Werbung
Mit dem wie üblich standardisierten SPON-Verriss wurde für die Sendung verlaesslich Werbung gemacht. Auf die BILDZeitung ...eh...SPIEGEL ist immer verlass
bembel71 22.09.2014
3. Das soll ein
90 Minuten lang peinliche Kalauer, abgedroschene Klischees und null Handlung. Schade, der Tatort aus Münster war doch sonst immer ganz gut.
koves 22.09.2014
4. unterhaltsam
Nicht immer ist der Inhalt das Wichtigste, nach einem anstrengendem Wochenende ist spätestens gegen 20 Uhr Abschalten angesagt. Und das geht bei dieser stets unterhaltsamen Tatortreihe gut bis sehr gut. Außerdem ist Münster und das Münsterland bildschön. Gerne so weitermachen, das Nieveau zu heben kann aber ja nicht schaden;)
einervondenen 22.09.2014
5. Böse Leser ...
Trotz aller Warnungen von SPON haben sich die Leute verblöden lassen. Das ist wie beim Rauchverbot: Statt alter Medienthekenbesserwisser saßen jetzt Familien vorm Fernseher. Wie in der Kneipe, wo abends (unerhört) Kinder mit am Tisch sitzen. O tempora, o mores.
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