Spitzenquote: Frankfurter "Tatort"-Team lockt fast zehn Millionen
So viel Publikum hatte ein hessischer "Tatort zuletzt im vergangenen Jahrhundert: 9,5 Millionen Menschen sahen den Frankfurter Ermittlern Nina Kunzendorf und Joachim Król zu. Dagegen entschieden sich nur wenig Zuschauer für einen bisher verlässlichen Quotengaranten auf RTL.
Berlin/Hamburg - Das Frankfurter Ermittlerteam Conny Mey (Nina Kunzendorf) und Frank Steier (Joachim Król) ist zwar noch nicht lange im Dienst, gehört aber bereits zu den Top-"Tatort"-Duos in der Zuschauergunst: Die am Sonntagabend in der ARD ausgestrahlte Folge "Es ist böse" sahen insgesamt 9,5 Millionen Menschen. Damit erreichte die Geschichte um die Mordserie an Frankfurter Prostituierten, die auf einer wahren Begebenheit beruht, einen Marktanteil von 25,8 Prozent. Zuletzt hatte ein "Tatort" des Hessischen Rundfunks laut Angaben des Senders im August 1998 ein größeres Publikum.
Im Vergleich dazu fuhr "Pretty Woman" auf RTL enttäuschende Quoten ein - bislang hatten die Wiederholungen der Romantikkomödie aus dem Jahr 1990 stets viele Zuschauer erreicht. Diesmal jedoch wollten insgesamt nur 3,66 Millionen Menschen Julia Roberts und Richard Gere zur Primetime sehen. Das bedeutete nur den dritten Platz am Sonntagabend, denn das ZDF konnte 5,55 Millionen Zuschauer mit dem Fernsehfilm "Liebe, Babys und ein Neuanfang" an sich binden.
Auch in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lag der Frankfurter "Tatort" mit den Ermittlern Steier und Mey am Sonntag mit einem Marktanteil von 20,3 Prozent und 3,14 Millionen Zuschauern klar an der Spitze. Selbst das Formel-1-Rennen, das am Nachmittag auf RTL übertragen wurde, erreichte weder in dieser Zielgruppe noch über alle Altersstufen hinweg mehr Menschen.
Von der guten Performance des "Tatorts" profitierte auch Günther Jauch. 4,82 Millionen Menschen sahen den Talk mit Samuel Koch, der sich im Dezember 2010 bei Thomas Gottschalks ZDF-Show "Wetten, dass..?" schwer verletzt hatte und seitdem querschnittsgelähmt ist. Selbst bei den 14- bis 49-Jährigen waren es noch mehr als eine Million Zuschauer.
fdi/dpa
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