Probleme beim Sonntagskrimi "Tatort"-Sommerpause verlängert sich um vier Wochen

Bittere Nachricht für "Tatort"-Fans: Die Sommerpause der beliebten Krimireihe dauert fast einen Monat länger - bis Ende August. Die Ursache der Verschiebung: Mehrere Folgen wurden nicht rechtzeitig fertig.

Wiener TV-Kommissare "Fellner" und "Eisner": Comeback am 31. August
ARD/ Ali Schafler

Wiener TV-Kommissare "Fellner" und "Eisner": Comeback am 31. August


München - Wer auf eine kurze Pause zwischen WM-Übertragungen und "Tatort"-Erstausstrahlungen gehofft hatte, muss eine Enttäuschung hinnehmen: Die Sommerpause des ARD-Krimis soll vier Wochen länger dauern als zunächst geplant - bis Ende August. Ursprünglich sollte es bereits am 3. August wieder mit neuen Folgen der Serie losgehen.

Der Grund für die längere Auszeit seien "produktionstechnische Verzögerungen", sagte ein Sprecher SPIEGEL ONLINE: Mehrere Folgen der Krimireihe seien nicht rechtzeitig fertig produziert worden. Da andernfalls im Herbst an einigen Sonntagen kein neuer "Tatort" ausgestrahlt werden könne, habe man sich für die Verlängerung der Sommerpause entschieden. Welche Folgen genau nicht im Zeitplan produziert wurden, sagte der Sprecher nicht.

"Polizeiruf 110" kommt am 24. August wieder

Der erste "Tatort" nach der Sommerpause soll daher erst am 31. August ausgestrahlt werden. Dann soll die Wiener Krimifolge "Paradies" mit Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser als Ermittler-Duo Eisner und Fellner zu sehen sein. Bis zum Jahresende sollen danach 14 weitere "Tatort"-Folgen gezeigt werden.

Einen neuen Sonntagskrimi gibt es immerhin schon etwas früher: Die nächste "Polizeiruf 110"-Erstausstrahlung ist für den 24. August geplant. Im Münchner Fall "Morgengrauen" ermittelt Matthias Brandt. In den kommenden Wochen sind am Sonntagabend weiterhin "Tatort"-Wiederholungen im ARD-Programm.

Auf die Kombination eines neuen "Tatort" mit der Talkshow von Günther Jauch", die sonntags um 21.45 Uhr ausgestrahlt wird, müssen Fernsehzuschauer noch deutlich länger warten: Die Sendung des TV-Moderators kommt erst am 28. September zurück ins "Erste". Die letzte Folge vor der Sommerpause lief am 6. Juli.

mxw/dpa



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insgesamt 4 Beiträge
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Welt-Verbesserer 16.07.2014
1. Das ist ja alles kein Wunder!
Es kann bei jedem mal passieren, dass er mit seinem Zeug nicht rechtzeitig fertig wird. Hier scheint mir die Sache jedoch System zu haben: Wegen der sauteuren Rechte für Sportübertragungen (insbesondere Fußball) werden bei allen möglichen anderen Produktionen Drehtage und Budget gekürzt. Und dann wundern sich die Verantwortlichen, wenn gleich reihenweise die Produktionen nicht fertig werden. Wer immer da Verantwortung trägt, sollte sich bloß nicht erlauben, den Druck auf die Produzierenden noch weiter zu erhöhen.
baerry 16.07.2014
2. kein Problem
Lasst die Produzenten doch auch die WM gucken, da kann halt ein bisschen Arbeit liegen bleiben. Finde ich auch garnicht so schlimm, der August ist für mich ohnehin ein sommermonat und bevor es nicht draußen dunkel ist gucke ich eh keinen Tatort
katerpillar 16.07.2014
3. Ein G'schmäckle hat es aber schon ...
Bei großzügigen Spenden iHv 18 Euro von 40 Millionen Haushalten monatlich sollte es eigentlich keine logistischen Probleme geben können. ;) Oder sollte sich die FIFA so eklatant bedient haben, dass man seine Produktioner gerade nicht bezahlen kann? Ich frage ja nur ... hehe Ehrlich gesagt verwundert mich die obige Meldung nicht besonders. Aber die Länge des Aufschubes von vier Wochen dann doch. Tatorte werden mit langem Vorlauf gedreht und bearbeitet, es gibt Sende- und Netzpläne. Das klappt seit zig Jahren. Ergo muss es fast mit Geld zu tun haben, und das stimmt mich bei der unfassbaren Einnahmensituation (Taschenrechner raus!) doch etwas nachdenklich.
schmic79 16.07.2014
4. Die Lösung!
Einfach nochmal alle Schimanski-Tatort-Folgen aus den 80ern wiederholen! Die hatten noch Emotionen, Story, Action, Originalität. Kamen ohne Klaumauk aus. Waren kurzweilig.
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