Krimi-Vote Wie fanden Sie den Lügner-"Tatort"?

Unterwegs mit einem Trickser: Manuel Rubey spielte den notorischen Lügner im Stuttgart-"Tatort" klug und aufwühlend. Ein Krimi, der klug mit dem Genre spielte. Oder sind Sie anderer Meinung?

SWR/ Alexander Kluge

Trickser, Lügner, Ehebrecher - über den Familienvater Jakob Gregorowicz, dem wir am Sonntag im Südwest-"Tatort" durch Stuttgart folgten, konnte man viel Böses sagen. Statt den Fall aus der Perspektive von Lannert und Bootz zu schildern, musste das Publikum dieser äußerst zwielichtigen Person auf den Fersen bleiben.

Dass die riskante Rechnung der Filmemacher für ihren doppelbödigen Krimi aufging, war auch dem herausragenden Darsteller Manuel Rubey zu verdanken. Hierzulande ist der 39-jährige Wiener noch relativ unbekannt, für das österreichische Fernsehen und Kino hat er aber schon einige gewagte Rollen mit schwarzem Humor gemeistert.

Seine erste größere war gleich der österreichische Nationalheld Falco 2008 in der Filmbiografie "Falco - Verdammt, wir leben noch!" Es folgten Auftritte in "Braunschlag", "Bösterreich" und "Altes Geld", brillante Ausgeburten böser österreichischen Komik. Auch in der deutschen Sitcom "Im Knast", die 2015 bis 2017 bei ZDFneo lief, hatte Rubey einige gallige Lacher auf seiner Seite.

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"Tatort" mit Lannert und Bootz: Dämmerung im Eigenheim

Für den "Tatort" konnte der Schauspieler eine neue Facette ausspielen. Als Verdächtiger, der seine Lügenwelt zusammenhalten will, stürzte er den Zuschauer in einen Strudel widerstreitender Gefühle. In unserer Kritik schrieben wir: "Ein Krimi, der gekonnt die deutsche Fernsehkrimi-Gemütlichkeit aus den Fugen geraten lässt." Wir gaben acht von zehn Punkten. Wie würden Sie den "Tatort" bewerten?

cbu



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