Krimi-Vote Wie fanden Sie den Missbrauchs-"Tatort"?

Sexualverbrecher trifft Ausreißerin: Daraus schufen die "Tatort"-Macher einen brillanten psychologischen Krimi an der Grenze zur Zumutbarkeit. Oder sind Sie anderer Meinung?

SWR/Benoit Linder

"Du und ich, das war doch nicht für die Ewigkeit, das war doch klar." Mit diesem letzten Satz verabschiedete die 15-jährige Emily den dreimal so alten Mann, mit dem sie durch halb Europa getourt ist. Der "Tatort" über einen Sexualverbrecher und eine Ausreißerin war bis an die Grenzen der Zumutbarkeit ambivalent.

In unserer Kritik schrieben wir, dass es den Filmemachern gelänge, zwei Fantasiewelten zu verzahnen: "Die von dem vernachlässigten Mädchen, das im erwachsenen Mann einen treuen Begleiter fürs Sommerabenteuer sieht, und die des Mannes, der in dem Kind eine Sexualpartnerin sieht." Wir gaben neun von zehn Punkten. Wie hat Ihnen der "Tatort" gefallen?

"Für immer und dich" war bereits der vierte Schwarzwald-"Tatort", der am Anfang nur einmal im Jahr lief und jetzt häufiger produziert wird. Episode Nummer fünf befindet sich gerade im Dreh, was auch daran liegt, dass die Handlung zur alemannischen Fasnet spielt. Das authentische Setting soll in den Krimi eingehen. Ein Wagnis, das aufgehen könnte, denn Regie führte der Chaosvirtuose Jan Bonny, der zuvor zum Beispiel dem während der Kieler Woche entstandenen Borowski-"Tatort" eine raue Poesie abgewann.

cbu



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