Krimi-Vote Wie fanden Sie den Zuhälter-"Tatort"?

Gangsterkönig mit Senioren-Rotzbremse, linkische Handlanger mit Goldkettchen: Der Wiener "Tatort" am Sonntag war ein schöner Mafia-Abgesang. Oder sind Sie anderer Meinung?

ARD Degeto/ ORF/ Hubert Mican

"Alles geht den Bach runter, wenn der 'Dokta' aufhört." Um den Wiener Prater herum ist man sich einig, wenn der Rotlichtfürst, der hier seit Jahrzehnten regiert und seine linkischen, goldkettchenbehangenen Handlanger in Schach hält, nicht mehr ist, dann wird die Stadt im Chaos versinken. Das Interessante: Dass der Alte stabilisierende Funktion hat, darin sind sich Puffmütter und Polizisten einig.

Der österreichische Schauspieler Erwin Steinhauer, von Haus aus Kabarettist, spielte den Paten am Sonntag im Wiener "Tatort" als Mischung aus einem aus dem Leim gegangenen Rentner, der in den Hängen um Wien zweitklassigen Grünen Veltliner anbaut, und einem unerschütterlichen Machtmenschen. Bei so einem weiß man nie. Steinhauers "Dokta" erinnerte ein bisschen an Ben Kingsley als Gangster-Grandseigneur in "Sexy Beast" - nur mit Senioren-Rotzbremse im Gesicht.

In unserer Kritik feierten wir diesen Mafia-Abgesang als "Schmierentheater auf höchstem Niveau, die Dialoge sind trocken, die Bilder süffig, aber nicht voyeuristisch." Wir gaben 8 von 10 Punkten. Was ist Ihre Meinung zu dem Krimi?

cbu



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