Gerry Anderson: Erfinder der Kultserie "Thunderbirds" ist tot

Seine Marionetten-Serien machten ihn legendär: Vor allem mit den "Thunderbirds" schuf Gerry Anderson in den sechziger Jahren einen Kultklassiker. Nun ist der britische Fernsehproduzent im Alter von 83 Jahren gestorben.

London - "Fünf, vier, drei, zwei, eins - Thunderbirds los!" Mit diesem Countdown ließ die britische Science-Fiction-Serie "Thunderbirds" in den sechziger Jahren die Herzen der Fernsehzuschauer höher schlagen. Ihr Erfinder Gerry Anderson ist nun im Alter von 83 Jahren gestorben. Sein Sohn Jamie verkündete auf seiner Website, dass sein Vater friedlich entschlafen sei. Bei Anderson sei vor zwei Jahren Demenz diagnostiziert worden, in den vergangenen sechs Monaten habe sich sein Gesundheitszustand dramatisch verschlechtert. Am zweiten Weihnachtsfeiertag sei er schließlich gestorben.

Anderson begann seine Karriere als Fernsehproduzent in den fünfziger Jahren. Der Durchbruch gelang ihm schließlich 1965, als die erste Staffel "Thunderbirds" in Großbritannien ausgestrahlt wurde. Anderson hatte die Serie über die geheime Rettungsorganisation "International Rescue" zusammen mit seiner damaligen Ehefrau Sylvia entwickelt. Das Team von "International Rescue" bestand aus dem Ex-Astronauten Jeff Tracy und seinen fünf Söhnen, die in jeder der insgesamt 32 Episoden gewagte Rettungsmissionen starteten. In der Serie wurden die Hauptfiguren von Marionetten gespielt - ein Verfahren, das die Andersons "Supermarionation" nannten. Die Serie entwickelte sich auch außerhalb Großbritanniens zum Kultklassiker und wurde mehrfach verfilmt sowie in einer Zeichentrickserie fortgesetzt.

Marionetten wie diese spielten die Helden von Andersons Kultserie "Thunderbirds"Zur Großansicht
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Marionetten wie diese spielten die Helden von Andersons Kultserie "Thunderbirds"

Gerry Anderson erfand auch die Marionetten-Serien "Stingray" und "Captain Scarlet und die Rache der Mysterons", in den Siebzigern und Achtzigern verantwortete er zudem Serien wie "Kein Pardon für Schutzengel" oder "Terrahawks", in denen nun echte Schauspieler mitwirkten. Für nichts wurde er von den Fans aber so geliebt wie für die "Thunderbirds".

Auf der Website von Jamie Anderson schrieb der Vorsitzende des Fanclubs Nick Williams: "Wer Gerry kannte, erlebte ihn als ruhigen, bescheidenen, aber entschlossenen Mann. Sein Wunsch, die bestmöglichen Filme zu machen, trieb ihn und sein Team an, Neues zu wagen, Risiken einzugehen und alles zu tun, um begeisternde Werke zu schaffen. Gerrys Erbe besteht darin, dass er so viele Menschen inspiriert hat und noch immer Millionen Menschen auf der Erde so viel Freude bereitet." Andersons Sohn Jamie bat, in Gedenken an seinen Vater für die Alzheimer Forschung zu spenden.

hpi/ap

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