Wut auf "Tatort"-Kritiker "Ich, Til Schweiger, feier dich jetzt mal richtig derbe ab!!!"

Der "Tatort" vom Sonntagabend war, nun ja, umstritten. Hauptdarsteller Til Schweiger sieht das anders: In einem Facebook-Post schwärmt er von seinem Regisseur. Und pöbelt gegen Kollegen und Journalisten - alle "Trottel".

Gordon Timpen/ NDR

Unser Kritiker kam in seiner Rezension zum Schweiger-Krimi "Fegefeuer" zumindest zu dem Fazit, es gebe Tatorte, die mehr langweilen. Til Schweiger selbst hält seine neue "Tatort"-Folge nach eigenen Worten allerdings für bahnbrechend - und die Kritiker für ahnungslos.

Der Filmemacher und Kommissar-Darsteller im Hamburger "Tatort" veröffentlichte bei Facebook einen Verehrerbrief an den Regisseur des TV-Krimis, Christian Alvart: "Ich, Til Schweiger, feier dich jetzt mal richtig derbe ab!!!"

Darin attestiert Schweiger ihm, mit der am Sonntag ausgestrahlten Folge "ein Stück deutsche Fernsehgeschichte" geschaffen zu haben: "Kompromisslos, atemlos, viril, fantastisch für das schmale Geld."

Zudem stichelte er auch gegen andere Teams der ARD-Reihe: " Andere verschwenden das Budget für zwei moppelige Kommissare, die ne Currywurst verspeisen, oder ein Bier vor einem bayerischen Imbiss zocken."

Über die Kritiker schrieb Schweiger: "Wenn sie ehrlich wären, würden sie zugeben, dass du was Außergewöhnliches geschaffen hast!! Das kriegen sie aber nicht hin, weil sie schwach und klein sind!" Er als "Filmemacher/Schauspieler/Produzent/Writer/Cutter/Composer" habe viel mehr Ahnung von Filmkunst als die meisten "Trottel", die darüber schrieben. Bei Facebook erhielt der Post neben mehreren Hundert Likes auch zahlreiche kritische Kommentare. "Einer der besten Tatorte!", schrieb ein Nutzer etwa, ein anderer fand aber auch: "Selten hat Eigenlob dermaßen bestialisch zum Himmel gestunken."

Beim Publikum kam der Krimi mit Schweiger für "Tatort"-Verhältnisse schlecht an: Nur 7,69 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 19,9 Prozent) interessierten sich ab 20.15 Uhr für "Fegefeuer". Der erste Teil, "Der große Schmerz", hatte zwei Tage zuvor mit 8,24 Millionen Zuschauern für "Tatort"-Verhältnisse auch schon unterdurchschnittlich abgeschnitten.

Das Verhältnis zwischen Til Schweiger und Film- und Fernsehkritikern ist angespannt. Der Regisseur und Schauspieler verzichtet oft darauf, seine Filme zu regulären Pressevorführungen vor dem Start zugänglich zu machen.

Lesen Sie hier den Facebook-Post von Schweiger in voller Länge (auf dem Bild zu sehen ist Regisseur Christian Alvart):

Christian Alvart- was hast du gemacht?! Ich sage , du hast ein Stueck deutsche Fernsehgeschichte geschaffen!...

Posted by Til Schweiger on Sonntag, 3. Januar 2016

eth/dpa

insgesamt 515 Beiträge
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Seite 1
ackergold 04.01.2016
1.
Schweiger hat völlig Recht. Auch die Kritiker müssen mal Kritik einstecken. Leute, es geht hier um Abendunterhaltung und nicht um die Erklärung der Welt. Das muss auch ein Kritiker mal begreifen. Und die Unterhaltung war Spitzenklasse... so sehe ich das jedenfalls und dazu brauche ich auch keinen Schreiberling, der mir meine Meinung diktiert. Geschmack ist nämlich eine reine Privatsache.
einszweidreivierfünf 04.01.2016
2. Unwichtig
Schweiger soll sich mal nicht so wichtig nehmen. Unglaublich. Habe gestern mal reingeschaut und was ich gesehen habe, lies mich wieder umschalten. Nichts, worüber man lange diskutieren müsste.
Mieze Schindler 04.01.2016
3. Wenn man nicht hören will, wird mit den Füßen abgestimmt
Nur ca. 8 Millionen Zuschauer haben die beiden Folgen gesehen, das war es denn wohl hoffentlich!
herr wal 04.01.2016
4.
Der Tatort war gut. Nein, sehr gut. Punkt. Das Einzige, was mir gefehlt hat, war die Beerdigung von Helene Fischer, die Klänge der Friedhofskapelle von „Atemlos durch die Nacht“ vielleicht mal kurz gestört von ein paar MP-Salven oder einer Bazooka. Natürlich nicht, weil ich der lieben Helene eine vorzeitige Beerdigung wünschen würde, sondern einfach, um den Handlungsstrang aus der ersten Folge zu Ende zu bringen.
festuca 04.01.2016
5. Schweiger polarisiert halt.
An für sich schätze ich ihn, aber als Actionstar ist er fehlbesetzt. Vielleicht sollte er lieber endlich "Keinohrhase 3" abliefern. Bescheidenheit und Demut waren noch nie seine Stärke, aber Publikumsbeschimpfungen gehen gar nicht. Ich erinnere auch an seine Beiträge zur Flüchtlingsdebatte. Leidet der Herr neuerdings an Cäsarenwahn?
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