McAdams, Kitsch, Reilly Neue "True Detective 2"-Besetzung steht - endlich

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Die Dreharbeiten zur zweiten Staffel von "True Detective" laufen bereits, doch erst jetzt hat HBO die endgültige Besetzung bekannt gegeben. Neben Colin Farrell und Vince Vaughn sind drei Darsteller dabei, die nicht gerade für Kassenknüller stehen.

Das Erfolgsformat "True Detective" folgt seinen eigenen Regeln. Staffel 1 überraschte damit, dass alle acht Folgen von nur einem Autor geschrieben und nur einem Regisseur umgesetzt wurden - fürs Serienfernsehen die absolute Ausnahme. Staffel 2 pflegt nun ihre ganz eigenen Macken: Während schon seit Wochen an den neuen Folgen in Kalifornien gedreht wird, stand die Besetzung offiziell noch immer nicht fest. Das ist seit Montag anders: Wie HBO verkündet hat, werden neben Vince Vaughn und Colin Farrell auch Rachel McAdams, Taylor Kitsch und Kelly Reilly in Hauptrollen zu sehen sein.

In der zweiten Staffel - wieder komplett von Nic Pizzolatto geschrieben, diesmal aber in wechselnder Regie - soll es um drei Detektive gehen (Farrell, Kitsch und McAdams), die einen Mord aufklären sollen, in den ein Gangsterboss (Vaughn) verstrickt ist, der eigentlich gerade aus der Kriminalität aussteigen wollte.

Zu den drei neu bestätigten Rollen hat HBO Folgendes bekannt gegeben:

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Rachel McAdams spielt Ani Bezzerides, eine Kriminalkommissarin aus dem kalifornischen Ventura County, deren strikte ethische Ansprüche für Konflikte mit ihren Kollegen und den Strukturen, in denen sie arbeitet, sorgen.

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Taylor Kitsch spielt Paul Woodrugh, einen Kriegsveteranen und Polizisten der California Highway Patrol, der vor seiner schwierigen Vergangenheit und einem Skandal, der nie eingetreten ist, fliehen will.

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Kelly Reilly spielt Jordan, die Ehefrau von Gangsterboss Frank Semyon (Vaughn), eine erfolglose Schauspielerin, die ihrem Mann bei seinen Geschäften und Plänen als ebenbürtige Partnerin zur Seite steht.

Die drei runden einen Cast ab, der nicht ganz an den Glamour der Besetzung der ersten Staffel (Matthew McConaughey, Woody Harrelson) anzuschließen vermag. Gleich geblieben ist dagegen, dass Showrunner Pizzolatto wieder auf Schauspieler setzt, die bislang hauptsächlich fürs Kino gearbeitet haben. Nur Taylor Kitsch machte sich zunächst mit der US-Serie "Friday Night Lights" einen Namen, bevor er ins Filmgeschäft wechselte. Dort landete der 33-Jährige aber 2012 mit "John Carter" einen so epischen Flop, dass auch respektablere Arbeiten wie "Savages" oder "Lone Survivor" seinen Ruf als Kassengift nicht vollends korrigieren konnten.

Rachel McAdams ist dagegen America's sweetheart, das in frühen Jahren mit "Mean Girls" und "The Notebook" zwei der beliebtesten Filme in den USA drehte. Ihre jüngsten Ausflüge ins Arthouse-Kino mit Brian de Palmas "Passion" und Terrence Malicks "To the Wonder" riefen allerdings kein besonderes Echo hervor. In Deutschland dürfte die 36-Jährige noch am bekanntesten für ihre Rolle in Woody Allens Hit "Midnight in Paris" sein.

Kelly Reilly drehte mit McAdams bereits Guy Ritchies "Sherlock Holmes"-Adaption, trotzdem dürfte die 37-jährige Irin das unbekannteste Gesicht im neuen Ensemble sein. Ihre meistbeachtete Rolle war bislang an der Seite von Denzel Washington in "Flight" (2012), in diesem Jahr war sie im gefeierten irischen Drama "Am Sonntag bist zu tot" zu sehen.

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"True Detective": Der würzige Todesgeruch

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insgesamt 5 Beiträge
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DJ Doena 25.11.2014
1.
Da ich mich nicht für die Serie interessiere, habe ich die News diesbezüglich nicht so verfolgt. Aber das Taylor Kitsch (Friday Night Lights) verpflichtet wurde, stand auf US-Serien-Seiten schon seit Wochen verbindlich.
basileacd 25.11.2014
2. Reilly
ist eine Top Besetzung. Hervorragende Schauspielerin mit Charisma und dem gewissen etwas.
blabla55 25.11.2014
3.
Glaube kaum das die erste Staffel getoppt werden kann.Das beste was in Fernsehn lief.
blurps11 25.11.2014
4.
Reilly spielte in diesem Jahr auch die Hauptrolle als bipolare Neurologin in der Serie "Black Box". Würde mich nicht wundern, wenn sie den anderen ziemlich die Show stiehlt.
Karbonator 25.11.2014
5.
Zitat: Dort landete der 33-Jährige aber 2012 mit "John Carter" einen so epischen Flop, dass auch respektablere Arbeiten wie "Savages" oder "Lone Survivor" seinen Ruf als Kassengift nicht vollends korrigieren konnten. (/Zitat) Erstaunlicherweise war es genau "John Carter", der mich (als heterosexuellen Mann) Taylor Kitsch überhaupt erst richtig ernst nehmen ließ... ein unterhaltsamer, überbordender, effektvoller und liebenswerter Film, der meiner Meinung nach sehr zu Unrecht so dermaßen gefloppt ist. Was Taylor Kitsch meiner Ansicht nach auszeichnet, ist, daß er sich - meinem Eindruck nach - nicht zu ernst nimmt. Sehr gut kann man das im an sich katastrophal schlechten "Battleship" sehen, wo er stets fast schon mit einem leisen, mitleidsvollen Lächeln auf den Lippen spielt. :)
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