Berlin - Ein neuer "Tatort" am zweiten Weihnachtstag? Normalerweise scheut die ARD das Risiko, da das ZDF an diesem Tag traditionell sein "Traumschiff" auf Reisen schickt und das Kuschelbedürfnis der Zuschauer an diesem besonderen Datum besonders hoch erscheint. In der Regel sendet das Erste deshalb eine Krimi-Wiederholung. Doch diesmal schickte der HR einen neuen "Tatort" ins Quoten-Rennen - noch dazu einen besonders harten.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Episode "Im Namen des Vaters", die vom Überlebenskampf unter Alkoholikern im Frankfurter Bahnhofsviertel erzählt, lag quotentechnisch am Mittwoch ab 20.15 Uhr fast gleichauf mit dem "Traumschiff": Der ZDF-Kahn mit Kurs auf Singapur interessierte 7,29 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 22,0 Prozent). Der Frankfurter "Tatort" kam zeitgleich in der ARD auf 7,24 Millionen Zuschauer (21,8 Prozent). Zuletzt hatte das Ermittlerteam um Nina Kunzendorf und Joachim Król zwar über zehn Millionen Zuschauer erreicht - das aber eben an einem regulären Sonntag.
Für den außergewöhnlichen Sendeplatz am zweiten Weihnachtstag sind über sieben Millionen Zuschauer auf jeden Fall ein gutes Ergebnis - und außerdem eine Bestätigung, dass dem Zuschauer auch über die Festtage schwierige Stoffe zuzumuten sind.
cbu/dpa
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