TV-Rückkehr: ARD-Fernsehlotterie zahlt Lierhaus 450.000 Euro pro Jahr

Monica Lierhaus wird neues Werbe-Gesicht der ARD-Lotterie "Ein Platz an der Sonne": Für ihre Rolle als Botschafterin bekommt sie nach SPIEGEL-Informationen zunächst 450.000 Euro jährlich, später soll es mehr werden.

Moderatorin Lierhaus: Ab April in der Reklame für die ARD-Fernsehlotterie zu sehen Zur Großansicht
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Moderatorin Lierhaus: Ab April in der Reklame für die ARD-Fernsehlotterie zu sehen

Hamburg - Die Fernsehmoderatorin Monica Lierhaus bekommt als neue Botschafterin der ARD-Fernsehlotterie "Ein Platz an der Sonne" ein Honorar von zunächst 450.000 Euro jährlich. Später soll sich die Vergütung noch erhöhen. Ab April soll Lierhaus dienstags und donnerstags in der Reklame der Fernsehlotterie des Ersten zu sehen sein. Sonntags wird sie nach SPIEGEL-Informationen die Bekanntgabe der Wochengewinner präsentieren. Im März will die ARD Details zu dem Engagement bekanntgeben.

Die Fernsehlotterie ist für Lierhaus kein ganz neues Terrain: Sie arbeitete 2004 als Außenmoderatorin in der von Frank Elstner moderierten Sendung "Einfach Millionär", einem Show-Format zur Lotterie. Nach nur wenigen Sendungen wurde das Format eingestellt.

Auf die Moderation der ARD-"Sportschau" verzichtet Lierhaus aber künftig: "Ich bin stolz und dankbar, dass zwei Jahre lang der Platz bei der 'Sportschau' für mich offen gehalten wurde", sagte Lierhaus am Montag in einer Mitteilung des Westdeutschen Rundfunks. "Nach heutigem Stand muss ich aber leider sagen, dass ich auf absehbare Zeit die 'Sportschau' nicht werde moderieren können", fuhr sie fort. Monica Lierhaus moderierte den ARD-Klassiker von 2004 bis zu ihrer Erkrankung 2009.

Monica Lierhaus hatte sich 2009 einem neurochirurgischen Eingriff am Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf unterzogen, bei dem eine krankhafte Erweiterung eines Blutgefäßes im Gehirn entfernt werden sollte. Dabei entwickelten sich Komplikationen, die zu einer Blutung führten. Die bekannte TV-Moderatorin musste daraufhin wochenlang intensivmedizinisch behandelt werden.

Am vergangenen Samstag trat sie erstmals wieder bei der Gala zur "Goldenen Kamera" in der Öffentlichkeit auf. Auf der anschließenden After-Show-Party war Lierhaus' Auftritt Thema Nummer eins. Viele Gäste waren auch noch Stunden nach Lierhaus' Bühnencomeback bewegt.

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insgesamt 533 Beiträge
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1. Lierhaus
eska13 12.02.2011
Ob das wohl ausreicht???
2. Abkopplung
GerwinZwo 12.02.2011
Auch wenn es schwerfällt: diese Summe ist isoliert zu betrachten, losgelöst vom persönlichen Schicksal der Frau Lierhaus. Wenn man dies mal macht, dann stelle ich für mich fest, daß sich die gezahlten Gehälter im ör Fernsehen regelrecht "abgekoppelt" haben, ähnlich wie die Boni usw der Banker. Das gilt natürlich nicht nur für diese Summe als "Botschafterin", sondern auch für die Zahlungen in grotesker Höhe an Jauch, Gottschalk und Co. Das steht alles in keinerlei Verhältnis mehr zu Entlohnungen, Gehältern und Löhnen in sonstigen Berufe . Bedenkt man, daß diese Unsummen im ör Fernsehen von uns allen per GEZ zwangsfinanziert werden, sind solche Auswüchse heutzutage geradezu obszön und nicht mehr vermittelbar.
3. Dann kann
Foul Breitner 12.02.2011
man zusammenfassen: Lierhaus hat alle, die in den letzten Jahren berichten wollten abmahnen lassen, dann "ihre Story" an die BILD verkloppt und mit dem Fernsehauftritt ein Werbeengagement eingefädelt. Clever, clever.
4. Ist es Ausdruck von Neid,
Axel1 12.02.2011
wenn ich solche Gagen für wahnsinnig überhöht finde? Da braucht Frau Lierhaus selbst nicht Lotto zu spielen, um sich Millionärsträume zu verwirklichen. Wer hat diese Geldverschwendung (siehe auch Harald Schmidt u.a.) zu verantworten und wer kontrolliert diese großzügigen Damen und Herren? Mit welchem Recht regt "man" sich dann über Managergehälter auf? Bei solch einer unangemessenen Bezahlung sollten der Lotterie Steuervorteile gestrichen werden.
5. Das verstehen Sie offenbar nicht.
si_tacuisses 12.02.2011
Zitat von Foul Breitnerman zusammenfassen: Lierhaus hat alle, die in den letzten Jahren berichten wollten abmahnen lassen, dann "ihre Story" an die BILD verkloppt und mit dem Fernsehauftritt ein Werbeengagement eingefädelt. Clever, clever.
Das sind Leistungsträger. Die tragen durch ihre unvergleichliche Leistung zum Übeleben dieses panem et circenses - Spiel bei.
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