"Stammheim"-Schauspieler Ulrich Pleitgen ist tot

Er trat in Politfilmen wie "Stammheim" und in Familienserien wie "Nicht von schlechten Eltern" auf: Der Schauspieler Ulrich Pleitgen ist im Alter von 71 Jahren gestorben.

Ulrich Pleitgen
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Ulrich Pleitgen


Einer seiner wichtigsten Filmauftritte hatte er in dem Gerichtsdrama "Stammheim": Dort spielte Ulrich Pleitgen den Richter Theodor Prinzing, der 1977 dem Prozess gegen die RAF-Mitglieder Baader, Ensslin und Raspe vorsaß - bis er nach 174 Tagen wegen Befangenheit ausgeschlossen wurde. Ein furioser Auftritt, für den er von der Kritik gelobt wurde.

Später spielte der gebürtige Hannoveraner vor allem in Fernsehproduktionen mit. Unter anderem war er in "Der Hammermörder" (1989), "Mit fünfzig küssen Männer anders" (1999) und "Scharf aufs Leben" (2000) zu sehen. Zum Publikumserfolg avancierte die Serie "Nicht von schlechten Eltern", in der er von 1992 bis 1997 den Familienvater und Marineadmiral Wolfgang Schefer verkörperte.

Krimi-Fans mögen den Schauspieler auch durch die kurzlebige, aber ambitionierte Sonntagsreihe "K 3 - Kripo Hamburg" in Erinnerung behalten. Sechs Episoden des für seine Zeit sehr modernen Großstadtkrimis wurden zwischen 2003 und 2007 produziert. Zuletzt war er 2016 als Großvater und Ökoaktivist in "Immer Ärger mit Opa Charly" im Ersten zu sehen.

Wie seine Agentin Regine Schmitz mitteilte, ist Ulrich Pleitgen bereits am Mittwoch im Alter von 71 Jahren in Hamburg an Herzversagen gestorben.

cbu/dpa

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