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ZDF-Serie über Weltkrieg: "Unsere Mütter, unsere Väter" im Emmy-Rennen

Schützengraben-Szene aus "Unsere Mütter, unsere Väter": Internationaler Ruhm winkt Zur Großansicht
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Schützengraben-Szene aus "Unsere Mütter, unsere Väter": Internationaler Ruhm winkt

Erst ein Quotenhit in Deutschland, dann ein Verkaufsschlager international, trotz teils vernichtender Kritiken: Das ZDF-Weltkriegsepos "Unsere Mütter, unsere Väter" fesselte das Publikum. Nun winkt eine große Ehre, der International Emmy.

Cannes - Ein International Emmy Award reicht zwar nicht an das Prestige der US-amerikanischen Emmys heran, aber der Preis für Produktionen aus aller Welt wird am 24. November immerhin zum 42. Mal verliehen. Produzent Nico Hofmann wird jedenfalls schon einmal den Smoking heraussuchen, den zu tragen Pflicht ist bei der Preisverleihung im New Yorker Hilton Hotel: Der von ihm produzierte Dreiteiler "Unsere Mütter, unsere Väter" zählt zu den Nominierten, die am Montag auf der Fernsehmesse Mipcom in Cannes bekannt gegeben wurden.

"Unsere Mütter, unsere Väter" tritt in der Kategorie "TV Movie/ Mini-Series" an gegen die brasilianische Produktion "Alexander and Other Heroes", das "Doctor Who"-Jubiläums-Special "An Adventure in Space and Time" von der BBC sowie den japanischen Kandidaten "Radio".

Auch "Wagnerwahn" nominiert

Nachdem sich das Weltkriegsopus im ZDF im März 2013 als Quotenrenner entpuppte, wurde "Unsere Mütter, unsere Väter" unter dem internationalen Titel "Generation War" in zahlreiche andere Länder verkauft, darunter Polen, wo es Proteste gegen die Darstellung polnischer Partisanen gab, und auch in die USA. Auch dort waren die Kritiken allerdings teilweise vernichtend.

Die zweite deutsche Produktion, die 2014 auf einen International Emmy hoffen darf, befasst sich ebenfalls mit einem geschichtlichen Thema: "Wagnerwahn - Mythos und Machenschaften des Richard Wagner" heißt der Film, der im Rahmen der Reihe "Die Kulturakte" beim SWR und Arte lief. Pegah Ferydoni und Samuel Finzi gaben in Spielszenen das Paar Cosima und Richard Wagner. "Wagnerwahn" müsste sich in der Kategorie "Arts Programming" gegen Konkurrenz aus Argentinien, Kanada und Japan durchsetzen.

2012 wurde die ZDF/Arte-Sendung "Musik als Waffe" in dieser Kategorie ausgezeichnet worden. Den Preis für die beste Miniserie gewann zuletzt 2009 eine deutsche Produktion: Das ZDF-Doku-Drama "Die Wölfe."

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insgesamt 7 Beiträge
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1.
troubador 13.10.2014
Warum gerade dieser Film einer "angeblich venichtenden Kritik"unterzogen wurde , ist mir völlig schleierhaft! Endlich einmal werden die "Helden" des Films nicht einer plakativen Einseitigkeit unterzogen, einerseits die Guten hier, andererseits die Bösen dort. Das entspricht wohl am ehesten der Realtät der damaligen Zeit. Daher verdient der Film eine Auszeichnung!Diese Wahrheit mag wohl viele stören!
2.
krümelchen 13.10.2014
Vernichtende Kritiken? Bei den Zuschauern ist die Serie jedenfalls bestens angekommen. Z.b. in der imdb eine 8.4, bei netflix 4.6 von 5 Sternen mit gerade von Amerikanern herausragenden Kommentaren.
3. Ehrliche Anerkennung
Tunix 13.10.2014
Meine persönlichen Bekannten in England, in den USA und in Neuseeland haben mir ihre Bewunderung für das deutsche Soldatentum des Dritten Reiches zum Ausdruck gebracht. Deutsche Filme, in denen quasi jeder zweite Soldat einen Widerstandskämpfer darstellen soll, empfinden sie als genauso unredlich wie englische, in denen nur die Alliierten die smarten Typen geben.
4. Vernichtende Kritik zurecht!!!
...................... 13.10.2014
Der Film relativiert mal wieder das Dritte Reich und erzählt mal wieder die Lieblingsgutenachtgeschichte der Deutschen, nämlich das der Deutsche ja nur ein Opfer von Hitler und NSDAP war. Zu gleich wird die Shoah durch die Gegenüberstellung von deutschen und russischen Kriegsverbrechen auch noch gleich relativiert (Die Anderen sind ja genau so schlimm wie wir gewesen). Deshalb für den "normalen Bürger" sicher ein perfekter Film! Zum Glück gefällt im Ausland vielen Menschen diese deutsche Lieblingsgutenachtgeschichte überhaupt nicht.
5. Abgesehen davon,
spon-facebook-10000122439 14.10.2014
dass der Parteimensch beim Feuergeben ein Gasfeuerzeug(Marke Dupont),der Zug auf dem Wege nach Auschwitz die Stadt Gliwice(bis 1945 Geiwitz) passierte,1939 es keine Maschinengewehre vom Typ MG 42 gab(wurden erst 1942 produziert)es auf russischer Seite 1943 deutsche Panzerfauste zum Einsatz kamen(wurden das erste Mal bei der Ardennenoffensive im Winter 1944 eingesetzt)strotzt dieses Machwerk nur so von Ungereimtheiten und ist einfach nur peinlich............
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