Vaclav Vorlicek "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel"-Regisseur gestorben

Sein "Aschenbrödel" entzückt jedes Jahr wieder die Zuschauer. Er schuf aber auch so zauberhafte Figuren wie die Märchenbraut und den fliegenden Ferdinand. Nun verstarb der tschechische Regisseur Vaclav Vorlicek.

Vaclav Vorlicek
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Vaclav Vorlicek


Der Regisseur des TV-Weihnachtsklassikers "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", Vaclav Vorlicek, ist tot. Der Tscheche sei am Dienstag im Alter von 88 Jahren in Prag nach einer Krebserkrankung gestorben, berichtete die Agentur CTK am Mittwoch unter Berufung auf Kollegen des Filmemachers. Vorlicek galt als einer der Wegbereiter des tschechoslowakischen Märchenfilms.

Über seinen erfolgreichsten Film mit Pavel Travnicek und Libuse Safrankova in den Hauptrollen sagte Vorlicek einmal: "Entscheidend war die Idee, dass sich die 'Aschenbrödel'-Geschichte im Winter abspielen sollte." Auch viele weitere Märchenfilme wie "Der Prinz und der Abendstern" und "Wie man Dornröschen wachküßt" trugen seine Handschrift.

In den Achtzigerjahren drehte Vorlicek dann beliebte Fantasykinderserien wie "Die Märchenbraut" und "Der fliegende Ferdinand", die sowohl im west- als auch im ostdeutschen Fernsehen zu sehen waren. Für sein Lebenswerk wurde Vorlicek 2017 mit dem Kristallglobus des internationalen Filmfestivals in Karlsbad (Karlovy Vary) ausgezeichnet.

Gleich nach dem Studium an der renommierten Filmhochschule FAMU hatte er seine Karriere in den Barrandov-Filmstudios begonnen und 1960 seinen ersten eigenen Kinderfilm gedreht. Viele weitere folgten. Zu seinem 88. Geburtstag im vergangenen Juni wurde ein Kino auf Schloss Horsovsky Tyn (Bischofteinitz) in Westböhmen nach Vorlicek benannt.

brs/dpa



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