Nach 2020 WDR will höheren Rundfunkbeitrag

Der WDR wird bis 2020 rund 1,4 Milliarden Euro einnehmen - der Rundfunkrat hat den Haushalt des Senders genehmigt. Gleichzeitig fordert das Gremium eine Anpassung des Rundfunkbeitrags.

WDR-Funkhaus in Köln
DPA

WDR-Funkhaus in Köln


Die Finanzierung des WDR ist bis 2020 gesichert. Der Sender wird rund 1,4 Milliarden Euro einnehmen und angesparte Rücklagen aufbrauchen. Das teilte sein Rundfunkrat mit. "Dass der WDR noch schwarze Zahlen schreiben kann, haben wir einem harten Sparprogramm zu verdanken", so der Vorsitzende des Gremiums, Andreas Meyer-Lauber.

Er knüpfte diese Aussage an die Forderung nach einer Anhebung des Rundfunkbeitrags. Die weitere finanzielle Entwicklung des WDR hänge wesentlich von der politischen Entscheidung ab, wie hoch künftig der monatliche Rundfunkbeitrag sein werde. Meyer-Lauber: "Ein weiteres Einfrieren des Rundfunkbeitrags nach 2020 würde die Leistungen des WDR wie auch der ARD ernsthaft gefährden."

Bisher liegen die Rundfunkgebühren bei 17,50 Euro im Monat. Schon Anfang des Jahres hatte der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm eine Erhöhung gefordert, der Beitrag müsse an die Inflation angeglichen werden. Gleichzeitig hatte die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) für die ARD einen Überschuss von über 544 Millionen Euro bis 2020 errechnet.

kae



insgesamt 196 Beiträge
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der Pöter 19.12.2018
1. Höre ich da richtig?
Damit ich noch mehr von Tamina und Servicesendungen vorgesetzt bekomme? Die Leistung von WDR sowie ARD ist doch gar nicht mehr vorhanden. Es gibt so gut wie nur noch deutsche Produktionen, die aber alle nach dem selben Muster gestrickt sind und angeblich hochkarätig besetzt. Die sollten mal die Produktionskosten z.B. eines Tatortes überprüfen. Das ist doch nur noch Selbstbedienung. Wen wundert's, daß immer mehr Leute zu Streamingdiensten greifen. Die Öffentlichen verschlafe es mal wieder.
qjhg 19.12.2018
2. Ich denke, dass der WDR
zunächst einmal einen Plan vorlegt, wie er durch Strukturveränderungen seine Programmaufgaben auch ohne Gebührenerhöhungen vorlegt. Sollte er nachweisen, dass das nicht klappt, müssen wohl die Aufsichtsgremien eingreifen uns Sparpotential aufzeigen. Nicht anders läuft es in allen gut geführten Unternehmungen.
meinungsforscher 19.12.2018
3. total antiquiert
Das System der Rundfunkbeiträge gehört endlich abgeschafft! Diese Zwangsgebühren sind im 21. Jahrhundert überholt. Die Sender sollten endlich mehr sparen und Doppelstrukturen abbauen. Bestimmte Inhalte kann man eh nur noch über das Bezahlfernsehen oder smart TV sehen (Fußball Bundesliga).
prinzparadox 19.12.2018
4. Anpassung der Gebühr
"Ein weiteres Einfrieren des Rundfunkbeitrags nach 2020 würde die Leistungen des WDR wie auch der ARD ernsthaft gefährden." Ja. Ich bitte darum! Die Bürger wollen keine Beitragserhöhung, weil sie die Leistung von ARD/WDR in dem bereit gestellten Maße nicht länger benötigen. Klassisches Fernsehen ist stark rückläufig, die Quoten brechen Jahr für Jahr ein, das belegen alle Untersuchungen. Ich bin schon gespannt auf die Tatort-Quoten von 2018. Wenn ARD/WDR also Leistungen zurück fahren müssen, dann ist das sehr begrüßenswert. Der WDR-Apart ist überbürokratisiert und eine riesige Rentenhölle. Die Welt wird nicht untergehen, wenn es nur noch zwei WDR Radiosender gibt und nicht mehr neun.
lollipoppey 19.12.2018
5. Auf welchem Stern leben die Herren
Der Rundfunkbeitrag stellt bereits heute eine große Belastung für viele Haushalte dar. Andere monatliche Ausgaben, wie ein Mobilfunkvertrag,, der durchaus mehr Wert für viele Bürger besitzt, ist nur halb so teuer. Dieser muss jedoch teilweise gestrichen werden, weil die Rundfunkgebühr bereits die monatlichen Ausgaben für laufende Kosten aufzehrt. Nun wollen die Herren auch von den Öffis noch mehr Geld, weil diese mit den Milliarden nicht auskommen. Wo leben die?
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