Gewaltkrimi: Neuer Köln-"Tatort" läuft im Spätprogramm

Kölner "Tatort": Franziska sagt tschö Fotos
WDR

Goodbye im Spätprogramm: Im Dezember verlässt Tessa Mittelstaedt den Kölner "Tatort". Eine Abschiedsvorstellung, die schon vorab für Aufsehen sorgt - denn aus Jugendschutzgründen muss die Folge nach 22 Uhr ausgestrahlt werden.

Hamburg/Köln - Seit 1999 ist sie die ewige Assistentin im Kölner "Tatort" - und bildet so die einzige weibliche Konstante in der Männerwirtschaft des rheinischen TV-Reviers. Ende letzten Jahres gab Schauspielerin Tessa Mittelstaedt nun bekannt, dass sie müde geworden ist von ihrer Rolle als Franziska Lüttgenjohann. Schon länger ist ihre Schlussvorstellung für den "Tatort" für den Dezember in der ARD annonciert - in einer Folge, die ihr zu Ehren den Titel "Franziska" trägt.

Nun gibt es um Mittelstaedts Abschied herum unerwartet Rummel: Der Krimi soll aus Jugendschutzgründen erst nach 22 Uhr ausgestrahlt werden. Das berichtete die "Bild"-Zeitung am Donnerstag. Eine Sprecherin des WDR bestätigte die Meldung gegenüber SPIEGEL ONLINE. In dem Film, so heißt es in einem Statement des WDR, werde "ein Bedrohungsszenario nach einer Geiselnahme mit großer Spannung aufgebaut, das äußerst nahegehend und intensiv inszeniert ist. Deshalb haben Redaktion und Jugendschutzbeauftragter des WDR gemeinsam entschieden, dass der Film aus Jugendschutzgründen ab 22 Uhr ausgestrahlt werden soll."

Die Folge, die unter der Regie von Dror Zahavi entstanden ist, spielt zum Großteil in einem Gefängnis, wo Polizistin Franziska Lüttgenjohann von einem Häftling als Geisel genommen wird. Dass ausgerechnet der Kölner "Tatort" um die freundlich-tapsigen Ermittler Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Schenk (Dietmar Bär) solche Brisanz aufweist, erstaunt. Bis auf die bedingungslos düstere Afghanistan-Heimkehrer-Folge vom letzten Jahr geht es am Rhein in der letzten Zeit eigentlich beschaulich zu.

Die Kölner Episode, die bei der Fernsehmesse Cologne Conference Ende September Premiere feiern wird, ist der erste aus Jugendschutzgründen ins Spätprogramm verschobene "Tatort". Zuvor war schon einmal ein "Polizeiruf 110" ins Visier der Jugendschützer geraten: Eine Münchner Folge mit Matthias Brandt als Ermittler von Meuffels, in der es um ein Bombenattentat auf das Olympiastadion ging, wurde vor zwei Jahren erst um 22 Uhr ausgestrahlt.

cbu

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insgesamt 20 Beiträge
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1. Komisch, dass ich dafür
ReneMeinhardt 22.08.2013
GEZ zahlen soll, obwohl ich das nicht mal schauen werde.
2. Gez
darren1895 22.08.2013
ich zahl ich lieber für den Tatort GEZ als für das Traumschiff oder das Musikantenstadl...
3. ich zahle
nikon2000 22.08.2013
auch GEZ, ich schaue es mir an...mit der GEZ hat das ja auch nix zu tun...
4.
uchawi 22.08.2013
Zitat von ReneMeinhardtKomisch, dass ich dafür ... GEZ zahlen soll, obwohl ich das nicht mal schauen werde.
Komisch, dass mit meinem Geld: - Spielplätze gebaut werden, obwohl ich keine Kinder habe, - Theater finanziert werden, die ich nicht besuche, - Sport gefördert wird, der mich nicht interessiert, - Straßen ausgebessert werden, obwohl ich Zug fahre - Parteien Wahlunterstützung erhalten, die ich nicht wähle ... ... Wir alle zahlen auch für Dinge, die wir nicht nutzen. Und vieles von dem, was Sie nutzen, sponsert ein anderer durch seine Abgaben mit, obwohl es ihn nicht interessiert oder er es nicht braucht. Sowas nennt man soziales System.
5. Müssen
faust1911 22.08.2013
die GEZ - Phobiker eigentlich bei jeder Gelegenheit ihre Paranoia verbreiten? Schaffen Sie die Glotze doch einfach ab... Schade um den Weggang, ich habe die Rolle im Kölner Tatort immer sehr erfrischend und humorvoll empfunden.
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