"Wetten, dass..?": Jauch macht nicht den Gottschalk

Absage vor laufender Kamera: Thomas Gottschalk hatte ihm in seiner letzten "Wetten, dass..?"-Sendung am Samstag die Nachfolge angetragen, Günther Jauch lehnte den Job in seinem RTL-Jahresrückblick dann am Sonntag ab - ein gutes Stückchen Werbe-Regie, das sogar für eine gewisse Spannung sorgte.

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dapd

Gottschalk, Jauch: Doch keine Anzugübergabe

Für jeden Fernsehkenner war klar: Natürlich wird Günther Jauch 2012 nicht den frei gewordenen Moderatorenposten von "Wetten, dass..?" übernehmen. Den hatte ihm sein Freund und Kollege Thomas Gottschalk live vor der Kamera in der letzten Show des ZDF-Klassikers am Samstag angeboten. Jauch bat sich 24 Stunden Bedenkzeit aus, die Antwort wollte er dann ebenfalls live vor der Kamera in seinem Jahresrückblick am Sonntag bei RTL verkünden. Dass sich Jauch neben seinen umfassenden Verpflichtungen für die ARD und RTL auch noch den inzwischen als schwierig zu händeln geltenden ZDF-Klotz ans Bein bindet, war nicht anzunehmen.

Trotzdem bescherte Jauch der Besuch Gottschalks und die am Abend geschickt über drei Stunden vertagte Antwort eine gewisse Spannung. Sagt er vielleicht doch noch wider alle Erwartungen zu? Und wie würde er dem alten Kumpel erklären, dass er keine Lust habe, die wohl wichtigste Unterhaltungssendung im deutschen Fernsehen zu übernehmen?

Die Verkündung gegen 23 Uhr in der Nacht fiel dann erschreckend unspektakulär aus. Jauch schmiss sich in einen alten quietschblauen Anzug von Gottschalk, den ihm dieser in der "Wetten, dass..?"-Sendung zuvor angetragen hatte. Das olle Ding war sichtlich zu groß - die perfekte Metapher für Jauch, um höflich darzulegen, dass ihm die Aufgabe dann doch auch zu groß erscheine.

Viel Rauch um nichts also - mit dem Ergebnis allerdings, dass der "Wetten, dass..?"-Abschied von Gottschalk noch ein bisschen weiter zelebriert werden konnte. Und das sogar bei der Konkurrenz RTL.

cbu

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