Talkshow-Gäste 2012: Kubicki und von der Leyen sind die Quasselkönige

Wer quatscht mit? Die Talkshows auf ARD und ZDF buhlen um die Gunst der Zuschauer - und um Gäste. Im Jahr 2012 haben sich Wolfgang Kubicki und Ursula von der Leyen am häufigsten auf die Studio-Sofas und -Sessel bitten lassen. Als Allzweckwaffe der TV-Talker erwies sich aber ein Sportreporter.

Talkshow-Gast Kubicki: Neun TV-Auftritte im Jahr 2012 Zur Großansicht
dapd

Talkshow-Gast Kubicki: Neun TV-Auftritte im Jahr 2012

Hamburg - Ursula von der Leyen und Wolfgang Kubicki hatten in diesem Jahr von allen deutschen Politikern den größten Redebedarf - jedenfalls im Fernsehen. Niemand sonst war im Jahr 2012 häufiger in TV-Talkshows zu Gast. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Branchendienstes "Meedia", für die sämtliche Gästelisten der fünf ARD-Talksendungen " Günther Jauch", "Hart aber fair ", Menschen bei Maischberger", "Anne Will" und "Beckmann" sowie des ZDF-Talks "Maybrit Illner" ausgewertet wurden.

Jeweils neun Mal nahmen von der Leyen und Kubicki in den Gesprächsrunden Platz. Nimmt man den Auftritt des FDP-Politikers bei der Debütsendung des Stefan-Raab-Talks "Absolute Mehrheit" noch mit dazu, dann ist er sogar der uneingeschränkte Talkshow-König 2011.

Auf den Plätzen drei und vier folgen Sahra Wagenknecht und Wolfgang Bosbach mit jeweils acht Talkshowauftritten in diesem Jahr. Dahinter liegt mit Jakob Augstein der erste Nicht-Politiker. Der SPIEGEL-ONLINE-Kolumnist war in diesem Jahr sieben Mal in Talkshows zu sehen.

Die höchsten Neueinsteiger im Talkshow-Ranking sind FDP-Generalsekretär Patrick Döring und Sportreporter Werner Hansch. Beide hatten jeweils fünf TV-Auftritte. Besonders der joviale Ruhrpottler Hansch erwies sich dabei als echte Allzweckwaffe. Er plauderte sowohl über Themen wie Alzheimer als auch über den SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück.

2011 war übrigens Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin noch der meistgebuchte Talkshowgast gewesen - in diesem Jahr kam er nur dreimal zum Zug. Und der Siegeszug der Piratenpartei bei den Landtagswahlen 2012 hat sich in den sechs größten Talkshows des deutschen Fernsehens auch nicht niedergeschlagen. Kein einziger Pirat schaffte es unter die Top 20.

syd

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insgesamt 5 Beiträge
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1. Im Parlament hört ja keiner mehr zu
infernum 18.12.2012
und wenn, dann nur die Opposition. Da ist es doch zielgerichteter im Fernsehen zu erzählen. Das ist verlagerte Politik. Der Inhalt der Sendungen bleibt ja wohl ohnehin zweifelhaft. Viel Selbstdarstellung, sonst wenig Inhalt. Und wer sich richtig langweilen will, schaut Jauch. Schlechter ist Phoenix-Parlamentsfernsehen auch nicht.
2.
Peter Werner 18.12.2012
Bei Kubicki verstehe ich es ja noch. Teile zwar nicht seine Ansichten, er ist jedoch charismatisch und vertritt eine eigene Meinung. Bei vdL jedoch schalte ich sofort ab, auf Lügenmärchen zur Abendunterhaltung kann ich verzichten.
3.
Semmelbroesel 18.12.2012
Zitat von sysopWer quatscht mit? Die Talkshows auf ARD und ZDF buhlen um die Gunst der Zuschauer - und um Gäste. Im Jahr 2012 haben sich Wolfgang Kubicki und Ursula von der Leyen am häufigsten auf die Studio-Sofas und -Sessel bitten lassen. Als Allzweckwaffe der TV-Talker erwies sich aber ein Sportreporter. Wolfgang Kubicki und Ursula von der Leyen sind häufigste Talkgäste - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/kultur/tv/wolfgang-kubicki-und-ursula-von-der-leyen-sind-haeufigste-talkgaeste-a-873601.html)
Zumindestens bei Herrn Kubicki besteht die Möglichkeit, dass mal die eine oder andere gescheite Bemerkung fällt. Die Gefahr besteht bei Röschen nicht, da kommen nur heisse Dampfschwaden.
4. nicht ausgelastet?
oldievs 19.12.2012
Diese Frau vdL ist einfach nicht zu ertragen. Hat die nichts anderes zu tun? Sie erzählt doch sie würde ihren Vater betreuen, sieben Kinder hat die Gute auch noch. Das müsste doch genug Arbeit machen.Aber nein sie muss dauernd den gleichen Stuss im TV verbreiten.
5. Talkshow-König 2011
kiso 26.12.2012
Kleine korrigierende Anmerkung, besser spät als nie: Kubicki dürfte, wenn man Stefan Raabs Sendung hinzuzählt, der uneingeschränkte Talkshow-König 2012, nicht 2011, sein.
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