Berlin - Am Sonntagabend blickt sie wieder in die Abgründe von Hannover und klärt eine Kindesentführung auf: Maria Furtwängler in ihrer Rolle als Tatort-Kommissarin. Über ein Ende ihres Einsatzes denkt die 45-jährige Schauspielerin in der "Bild am Sonntag" nach. "Ich spiele Charlotte Lindholm jetzt seit über zehn Jahren. Natürlich habe ich schon darüber nachgedacht, wie lange ich das noch machen werde", sagte sie der Zeitung. "Eine konkrete Entscheidung habe ich allerdings noch nicht getroffen."
Auf die Frage nach Gründen für ihre Überlegungen antwortete Furtwängler: "Ich liebe meine Charlotte sehr, aber so eine Reihenfigur bietet nun mal nicht unendlich viel Bewegungsspielraum." Erst vor wenigen Wochen hatte sie von schauspielerischer Unterforderung und einem Schauspieltraining in Hollywood gesprochen, weil sie sich immer wieder ausprobieren wolle.
Die "BamS" spekuliert, dass eine "Tatort"-Doppelfolge über Zwangsprostitution, die im März und April gedreht und an zwei Sonntagen hintereinander gesendet werden soll, "ein Abschiedsgeschenk" der Schauspielerin an die ARD sein könnte. Eine repräsentative Emnid-Umfrage für die TV-Zeitschrift "auf einen Blick" kürte Furtwängler kürzlich zu Deutschlands beliebtester Schauspielerin, vor Veronica Ferres und Iris Berben.
Liebeszene mit Vorbereitung
Über das Engagement von Til Schweiger, 47, der ab 2012 - ebenfalls für den Norddeutschen Rundfunk (NDR) - einen "Tatort"-Ermittler mimen soll, und zwar in Hamburg und nicht in Hannover, freut sich Furtwängler. "Wahnsinn, oder? Der Mann, der sich in Deutschland einen großen Namen mit Kinoproduktionen gemacht hat, ermittelt jetzt. Da war ich wirklich überrascht", sagte die Frau des Verlegers Hubert Burda.
Heiße Liebesszenen im "Tatort" stimmt sie mit ihrem Filmpartner genaustens ab. "Wir sprechen alles vorher haargenau ab - sogar, wo wer wen anfassen darf", sagte sie der "Bild"-Zeitung vom Samstag. Dann könne sie sich der Fantasie hingeben, dass er für sie der begehrenswerteste Mann der Welt sei und sie den "sensationellsten Sex" ihres Lebens habe. "Diese Phantasie muss ich zulassen, sonst glaubt mir das kein Zuschauer."
abl/dpa
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