Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Zwiebelfisch-Abc: gucken/kucken

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M
N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z


Komiker Kaya Yanar: "Ey, was guckst du?"
DDP

Komiker Kaya Yanar: "Ey, was guckst du?"

Das Verb "gucken" ist umgangssprachlich. Im norddeutschen Raum sagt man "kucken", und man darf es sogar mit einem Anfangs-"k" schreiben, jedenfalls findet man diese Schreibweise im Wörterbuch.

Die Herkunft des Wortes lässt sich nicht genau klären. Möglicherweise stammt es aus der Kindersprache. Noch heute lernen unsere Kleinen das Hinschauen mithilfe des Ausrufs "Kuckuck". Zum Beispiel: "Kuckuck, hier ist die Mami!"

Dass gerade die Norddeutschen "gucken" nicht nur in der Mitte, sondern auch vorne mit "k" sprechen (und bisweilen auch schreiben), liegt an der Nähe zum plattdeutschen Wort "kieken", was dasselbe bedeutet, nämlich "schauen": "Wat kiekste so?" - "Mutter, kiek mal ausm Fenster, Orje will nich jloben, datt de schielst!"

Üblich ist allerdings die Schreibweise mit "g": ich gucke, du guckst, sie guckt, guck doch mal! Was gibt's da zu gucken?

Entsprechend schreibt man "Guckloch", "Guckfenster", "Guckkasten", "Ausguck" und "Hans Guckindieluft".

Diesen Artikel...

© SPIEGEL ONLINE
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: