Bekenntnisse der Krisenkinder Das Schlimmste, was ich je getan habe

Sie sind die Krisenkinder, die jungen Erwachsenen zwischen 20 und 35. Im SPIEGEL Special beantworten sie die wichtigsten Fragen des Lebens: Wovor habe ich Angst? Was ist das Schlimmste, was ich je gemacht habe? Was will ich schaffen?


Sind sie eine Generation oder sind sie es nicht?

Trennscharf waren Generationenbegriffe nie, aber schaut man heute auf die jungen Menschen zwischen 20 und 35 Jahren, erscheint einem die beliebte Generationen-Klammer auf den ersten Blick unpassender denn je.

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Im neuen SPIEGEL special 1/2009

Was wird aus mir?
Wir Krisenkinder - Das Selbstporträt einer Generation

Gisi Rameken
Schon in der Schule und in der Ausbildung wurde ihnen eingebläut, sie müssten immer 100 Prozent Leistung bringen. Darum glauben sie, dass vor allem die Starken gewinnen, dass es den sicheren Weg nicht mehr gibt. Sie erscheinen als ein Heer von Individualisten.

Trotz ihrem scheinbaren Einzelkämpfertum und der individualistischen Lebensplanung eint sie vieles: Sie leben in unsicheren Arbeitsverhältnissen, wünschen sich deshalb Geborgenheit, denken global, sind bestens vernetzt - und diese Merkmale grenzen sie klar zu vorangegangenen Generationen ab. Sie meinen, jeder kämpft für sich, und weil das jeder denkt, sind sie eben nicht allein.

Da ist der Werbekaufmann, dem es davor graut, dass die Nächstenliebe in der Gesellschaft auf der Strecke bleibt. Oder die Informatikerin, die sich so sehr von Zukunftsängsten einschnüren ließ, dass sie keinen Spaß mehr am Leben hatte. Und der baldige Studienanfänger, dessen größte Sorge schon jetzt ist, später keine Arbeit zu finden.

Sie sind Krisenkinder - Mitglieder einer Generation, die keine sein will, und die dennoch viel gemeinsam hat. Diesen jungen Erwachsenen haben die Redakteure des neuen SPIEGEL Special "Was wird aus mir? - Wir Krisenkinder" drei existentielle Fragen gestellt:

Was wollt ihr erreichen? Was ist das Schlimmste, was ihr jemals gemacht habt? Und: Wovor habt ihr Angst?

Die Antworten hierauf fügen sich zu einem Bild: Sechs junge Erwachsene stehen auf den folgenden Seiten zu ihren Träumen und Ängsten - und zeichnen in ihrer Gesamtheit ein Selbstporträt ihrer Generation, der Jugend von heute.

insgesamt 804 Beiträge
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Seite 1
Adran, 13.06.2009
1.
Zitat von sysopDie Wirtschaftskrise hält derzeit Deutschland fest im Griff. Trotz aller Vernetzung und Kommunikations-Kompetenz haben besonders die 25- bis 35-jährigen Menschen heftig mit der Krise zu kämpfen. Trifft die Jüngeren die internationale Wirtschaftskrise härter als den Rest der Gesellschaft? Diskutieren Sie mit!
Ist das nicht logisch? Man wollte doch den Arbeitsmarkt "Flexibiler" gestalten... Das ist es nur logisch, dass diese Arbeitsverhältnise ehr abgebaut werden. Dann die Sozialpläne, die vorallem die schnell feuern, die schnell wieder Arbeit finden, was nun mal ebenso diese Generation trifft.. Jung, mobile, flexibel, und Tschüß! Wozu dazu also ein extra tread gebraucht wird, ist mir rätselhaft..
Maxom 13.06.2009
2.
Zitat von sysopDie Wirtschaftskrise hält derzeit Deutschland fest im Griff. Trotz aller Vernetzung und Kommunikations-Kompetenz haben besonders die 25- bis 35-jährigen Menschen heftig mit der Krise zu kämpfen. Trifft die Jüngeren die internationale Wirtschaftskrise härter als den Rest der Gesellschaft? Diskutieren Sie mit!
Die Wirtschaftskrise trifft doch gerade die Älteren zuerst. Da die Alten in den meisten Betrieben zuerst dran glauben müssen wenn wieder mal Stellen abgebaut werden.
Frosty127 13.06.2009
3.
Zitat von MaxomDie Wirtschaftskrise trifft doch gerade die Älteren zuerst. Da die Alten in den meisten Betrieben zuerst dran glauben müssen wenn wieder mal Stellen abgebaut werden.
Unsinn. Da Sie bei Kündigungen normalerweise soziale Gesichtspunkte berücksichtigen müssen, sind die jungen Mitarbeiter sehr viel leichter zu entlassen als ein 40-jähriger Vater von zwei Kindern. Dazu vergessen Sie den Kündigungsschutz. Die Älternen werden normalerweise über Altersteilzeit oder Abfindungen aus dem Betrieb entlassen und gehen danach oftmals in Rente.
MarkH, 13.06.2009
4.
Zitat von sysopDie Wirtschaftskrise hält derzeit Deutschland fest im Griff. Trotz aller Vernetzung und Kommunikations-Kompetenz haben besonders die 25- bis 35-jährigen Menschen heftig mit der Krise zu kämpfen. Trifft die Jüngeren die internationale Wirtschaftskrise härter als den Rest der Gesellschaft? Diskutieren Sie mit!
Kompletter Quatsch.. die Geburtenraten zeigen, dass schon die 40+ Generation neben der Spur lief. Wie soll das Ganze auch funktionieren ? Jede Logik versagt hier
khcdm 13.06.2009
5. Bitte richtig hinterfragen!
Zitat von sysopDie Wirtschaftskrise hält derzeit Deutschland fest im Griff. Trotz aller Vernetzung und Kommunikations-Kompetenz haben besonders die 25- bis 35-jährigen Menschen heftig mit der Krise zu kämpfen. Trifft die Jüngeren die internationale Wirtschaftskrise härter als den Rest der Gesellschaft? Diskutieren Sie mit!
Wieso gerade _diese_ Krise? Spätestens seit dem unaufhaltsamen Anstieg der Arbeitslosenzahlen unter der Kohl-Administration haben Alte wie Junge unter der in Schlangenlinien absemmelnden Wirtschaft zu leiden! Wenn mal jemand ehrlich wäre und würde die Prognosen über vermutlich benötigte Stellen, ausscheidende Mitarbeiter, Arbeitslose und bald in den Markt eintretende Azubis bzw. Absolventen aufzeichnen, vielleicht noch angereichert nach Gehalt und Qualifikation (erworbene/ausgeübte!!), _das_ gäbe erst einen Titel! Dieser Titel jedenfalls ist leider bloss Mainstream, zur Zeit. Und dass Deutsche angepasst sind und nicht rebellieren ist doch eine Trivialität.
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