Dreiste Plagiate Fast 180 Dozenten in Südkorea sollen Bücher gefälscht haben

Dutzende Dozenten in Südkorea stehen unter Plagiatsverdacht. Sie sollen fremde Bücher unter dem eigenen Namen veröffentlicht haben - ein offenbar weit verbreiteter Betrug.

Aufnahmetest für Studenten in Südkorea: Haben Dutzende Dozenten dreist betrogen?
AFP

Aufnahmetest für Studenten in Südkorea: Haben Dutzende Dozenten dreist betrogen?


Behörden in Südkorea gehen massiv gegen mögliche Plagiate im Hochschulbereich vor: Fast 180 Dozenten von Universitäten im ganzen Land seien wegen des Vorwurfs angeklagt worden, bereits publizierte Bücher unter ihrem eigenen Namen und mit neuer Titelseite noch einmal veröffentlicht zu haben, berichtete die Zeitung "The Korea Herald" am Dienstag.

Es sei das erste Mal, dass die Behörden auf diese Weise gegen den weit verbreiteten Schwindel unter dem Namen Buchdeckeltausch vorgegangen seien.

So seien 105 der Beschuldigten von der Bezirksstaatsanwaltschaft in der nördlich von Seoul gelegenen Stadt Uijeongbu zusammen angeklagt worden. Wie die Zeitung weiter berichtete, leitete die Staatsanwaltschaft die Namen der beschuldigten Dozenten an die betroffenen Hochschulen weiter.

Fünf Beschäftigte von verschiedenen Buchverlagen seien ebenfalls angeklagt worden. Sie stehen demnach im Verdacht, mit den Dozenten zusammengearbeitet zu haben. Zum Teil würden die Urheberrechtsverletzungen von den eigentlichen Autoren auch toleriert, um mit Blick auf künftige Publikationen gute Beziehungen zu den Verlagen aufrechtzuerhalten.

lgr/dpa

insgesamt 9 Beiträge
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Holsteiner an der Elbe 15.12.2015
1. Wo denn nun ?
In Nord- oder Südkorea, kann man nicht mal in so einem kleinen Artikel eine Linie fahren ?
SamTex 15.12.2015
2. Nord oder Süd?
Was denn jetzt - Nord oder Süd Korea?
meineeine020 15.12.2015
3.
Wirklich dreist, aber ich finde das Verhalten der Dozenten hier auch nicht besser, die aus Aufgaben der Studenten oder Skript die von Studenten angefertigt werden ihren Namen setzen und als ihr Werk veröffentlichen. Oder auch sich die Bücher von Doktoranden schreiben lassen der dann nur als Co-Autor genannt wird dabei stammt bis auf die Titelseite alles von ihm … das ist nicht viel besser. Wenn das verhalten dort das gleiche ist, dann haben also Dozenten nur von klauenden Dozenten geklaut. Leittragenden waren die Studenten und Doktoranden die das Werk in Wirklichkeit zusammengeschustert hatten ...
Lampenluft 15.12.2015
4. So manch ein deutscher Rechtsmediziner
publiziert auch unter eignem Namen, anderer Persons Taten. Das ist nicht nur ein koreanisches Problem. Aber die Universitäten legen schützend ihren Mantel über die eigenen Häupter und vor Gericht interessiert dies nicht. Wenn diese Dinge toleriert werden, dann gibt es keine Änderung.
fjb40 15.12.2015
5. Lesen heisst verstehen
Die Rede ist von Seoul(der Hauptstadt Südkoreas)und einer nördlich davon gelegenen Stadt,wie sie auf das Kimland(Nordkorea) kommen erschliesst sich mir nicht.Lesen und den Inhalt verarbeiten kann schon schwierig sein,ich helfe gern.
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