Exzellenzinitiative So fördern Deutschlands Wettbewerber die Forscher-Elite

Beispiel Österreich: Alpiner Weg zur Exzellenzinitiative


Leuchtturm bei Podersdorf am Neusiedler See: Neue Forschungs- und Technologiestrategie
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Leuchtturm bei Podersdorf am Neusiedler See: Neue Forschungs- und Technologiestrategie

Österreich will sich in Sachen Forschungsfinanzierung von Nachbarländern inspirieren lassen.

Ziele: Noch immer nicht umgesetzt, aber in Planung ist die österreichische "Exzellenzinitiative Wissenschaft". Mit ihr sollen die Rahmenbedingungen für wissenschaftliche Exzellenz verbessert und die internationale Wettbewerbsfähigkeit erhöht werden. Unter anderem sollen Exzellenzcluster errichtet werden, die Forschung, Graduiertenausbildung und Transferaktivitäten vereinigen.

Zahlen und Fakten: Für die Förderung sind den Plänen zufolge maximal 10 Millionen Euro pro Jahr und Cluster vorgesehen. Es sollen mindestens fünf bis sechs Cluster jeweils bis zu zwölf Jahre gefördert werden.

Besonderheiten: Der Österreichische Wissenschaftsrat begründete die bisherigen Verzögerungen mit "vorzeitigen Neuwahlen und Budgetproblemen". Ob und wie die geplante Exzellenzinitiative künftig umgesetzt wird, könnte sich in Kürze konkretisieren, wenn die österreichische Bundesregierung ihre neue Forschungs- und Technologiestrategie vorstellt.



Forum - Diskussion über diesen Artikel
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Newspeak, 06.09.2010
1. ...
"Denn Wissenschaft ist teuer. "Schon in den 70er- und 80er-Jahren hat die Politik gemerkt, dass sich die Forschungsinfrastruktur eines Landes nicht flächendeckend auf international wettbewerbsfähigem Niveau aufrecht erhalten lässt", begründet Dr. Jochen Gläser vom Zentrum für Technik und Gesellschaft der TU Berlin das Entstehen evaluationsbasierter Förderinstrumente, die zusätzlich Geld in leistungsstarke Spitzenforschung pumpen." Gemessen am gesamtgesellschaftlichen Nutzen ist Wissenschaft noch viel zu billig. Welche andere Kraft trägt gleichermaßen zum Fortschritt und Wohlstand bei? Die Banken? Die Politiker? Die Kirchen? Natürlich wird die Forschungsinfrastruktur selbst bei unendlichen Mitteln nicht flächendeckend gleich leistungsfähig sein, aber man kann auch den Versuch, dies annähernd zu erreichen, dadurch diskreditieren, daß man einfach sagt, es würde sowieso nicht besser, wenn man mehr Geld investierte. Dabei ist das System seit Jahrzehnten unterfinanziert, was kaum bemerkt wird, denn unerforscht gebliebene Grundlagenforschung und dadurch entgangene Fortschritte fallen eben nicht auf.
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