Fragwürdige Uni-Kooperation Mitarbeiter mit richtiger Weltanschauung gesucht

Die Universität Siegen arbeitet mit der linken Rosa-Luxemburg-Stiftung zusammen - und erwartete von einem neuen Mitarbeiter die dazu passende politische Haltung. Auch wer an einem Siegener Promotionskolleg teilnehmen will, muss sich direkt bei der Stiftung bewerben.


Die Universität Siegen ist nach SPIEGEL-Informationen eine fragwürdige Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung eingegangen, die der Partei Die Linke eng verbunden ist. Zur Koordinierung eines Promotionskollegs, das die Stiftung an der Universität einrichtet, hat die Hochschule einen Wissenschaftlichen Mitarbeiter gesucht. Dieser muss freilich die richtige Weltanschauung haben: Bewerber sollten sich "den Zielen der Stiftung verbunden fühlen", hieß es in der Stellenausschreibung der Universität.

Wer an dem Kolleg teilnehmen will, muss sich bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung bewerben. Eine Promotionszulassung an der Universität Siegen oder den Partnerhochschulen Jena oder Bielefeld erfolge "im Zusammenhang mit der Aufnahme ins Kolleg", so die Stiftung. Nachfragen des SPIEGEL zu der Kooperation ließ die Universität in der vergangenen Woche unbeantwortet. Das Thema des Promotionskollegs lautet: "Demokratie und Kapitalismus".

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