Gehaltsvergleich Was bringt mein Studium?

Verdienen Informatiker besser als Juristen? Welche Lehre bringt mehr als ein Studium? Fachhochschule oder Uni? Mit dem SPIEGEL-ONLINE-Studienfachrechner können Sie überprüfen, welcher Ausbildungsweg sich finanziell wirklich lohnt.

Schwierige Frage: Was soll ich bloß studieren?
REUTERS

Schwierige Frage: Was soll ich bloß studieren?

Von und (Grafik)


Sie arbeiten jeden Tag zusammen. Sie reicht ihm die Instrumente, er schiebt sie dem Patienten in den Mund, prüft seine Zähne. Er ruft ihr seine Diagnose zu, sie notiert. Beim Einkommen liegen der Zahnarzt und seine Helferin dagegen weit auseinander: Am Ende des Arbeitstages wird er netto rund 160 Euro verdient haben, sie rund 53 Euro. Nach einem Jahr hat der Dr. med. dent. bereits 27.000 Euro mehr verdient als seine Angestellte, über ihr gesamtes Berufsleben mehr als eine Million Euro.

In einer Studie haben die Ökonominnen Daniela Glocker und Johanna Storck vom Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) die Einkommen von Absolventen in 70 Studienfächern und Ausbildungsberufen untersucht. Aus mehreren Gründen dürfte keine andere Studie so gut geeignet sein, um die Einkommen von Absolventen zu vergleichen:

  • Die Studie verwendet Daten des Mikrozensus, der "kleinen Volkszählung" zwischen 2005 und 2008. Die Forscherinnen konnten so Abschlüsse und Nettoeinkommen von mehr als 200.000 Menschen mit Abitur im Alter von 21 bis 65 Jahren untersuchen.

  • Glocker und Storck haben viele Faktoren herausgerechnet, die nichts mit dem Abschluss zu tun haben: So verdient ein Arzt am Starnberger See mehr als einer in Bautzen, ein 60-jähriger Lehrer hat ein höheres Einkommen als ein 30-jähriger. Um diese Effekte sind die Ergebnisse bereinigt, ebenso um Unterschiede in Geschlecht, Familienstand (und damit Steuerklasse), Ausbildungsdauer und dem Risiko, arbeitslos zu werden. Dadurch kommen die Zahlen dem tatsächlichen Einkommensunterschied sehr nahe.

  • Die Studie bezieht sich auf die Absolventengehälter in allen Altersgruppen, nicht nur auf Einstiegsgehälter. Daher ist - zumindest eine vorsichtige - Aussage über das lebenslange Einkommen möglich.

Mit dem SPIEGEL-ONLINE-Studienfachrechner können Sie vergleichen, welche Ausbildung und welches Studium sich für wen lohnt. Eine sichere Vorhersage ist das natürlich nicht. Die Studie ist zwar die aktuelleste zu diesem Thema, die Daten sind aber einige Jahre alt. Niemand kann sagen, wie sich die Gehälter in den kommenden Jahrzehnten entwickeln. Doch eine bessere Orientierung als Papas "Studier' Jura, das ist was Handfestes" bietet der Rechner allemal.

Wie viel ist mein Studium wert?
Mit dem SPIEGEL-ONLINE-Vergleichsrechner können Sie prüfen, welche Ausbildung und welches Studium sich finanziell wie stark bezahlt macht. Untersucht wurden dafür mehr als 200.000 Absolventen aus mehr als 60 Ausbildungswegen. Der jeweilige Betrag entspricht dem durchschnittlichen Verdienst nach Abzügen von Steuern und Sozialabgaben. Der Wert für das Lebenseinkommen geht von einem 43 Jahre langen Berufsleben aus.

Wählen Sie bitte zuerst ihr Geschlecht, dann Ihre Ausbildungsart und Ihr Studienfach bzw. Ihren Ausbildungsberuf:
Eine Frau
Ein Mann

Quelle: Glocker/Storck (2012) auf Basis des Mikrozensus, Stand: 2005 bis 2008

Warum erscheinen manche Unterschiede zwischen den Absolventengruppen so klein?
Nettolöhne: Die Befragten im Mikrozensus geben Nettolöhne an. Da der Zahnarzt auch prozentual mehr Steuern zahlt als seine Helferin, verringert sich der Unterschied.
  • Ausbildungszeit: Ein Studium dauert meist länger als eine Ausbildung - und ist unbezahlt. Nach dem Studium müssen Akademiker daher erst mal den Einkommensvorsprung der Nicht-Akademiker einholen. Das drückt ihr Durchschnittseinkommen.
Abschluss, nicht Beruf: Die Studie vergleicht Absolventen eines Faches - nicht die Berufe, die sie üblicherweise ausüben. Der Betriebswirt, der zu Hause bleibt und seine Kinder erzieht, fließt genauso in die Berechnung ein wie der Top-Manager.



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Seite 1
geirrod81 15.08.2014
1. Und was fehlt wie immer...!?
...Sportwissenschaft.
abby_thur 15.08.2014
2. was bringt ein studium?
In erster Linie: Bildung. Sollte man meinen.
Türkis 15.08.2014
3. Geld ist nicht das Wichtigste, folge Deinem Herzen
Das ist der dümmste Artikel, den ich je gelesen habe. Man sollte seine beruflichen Ziele eben nicht in erster Linie danach auswählen, daß man später damit besonders viel Geld verdient, sondern danach, was einem das Herz sagt und welche Tätigkeit einen innerlich ausfüllt und einem Spaß macht. Wenn man seinen Beruf gerne und gut macht, dann kommt/steigt das Geld dadurch mit der Zeit ganz von alleine. Was nützt Dir später das viele Geld, wenn Du mit Deinem Beruf nicht glücklich und zufrieden bist und er Dich nicht innerlich erfüllt. Heute wird viel zuviel Wert auf Geld und Sicherheit gelegt. Viel Geld und Sicherheit bedeuten aber in der heutigen Arbeitswelt oft auch viel Stress, wenig Zeit haben und innerere Unausgeglichenheit. Ständiger Leistungsstress und die dann daraus öfter folgende Depression werden immer mehr die Krankheitsursache Nummer Eins in der Bevölkerung. Man kann sich eben später im Berufleben auch mit viel Geld keinen inneren Frieden, Ausgeglichenheit und Gesundheit kaufen. Ich bin meinem Herzen gefolgt und habe eine künstlerische Tätigkeit eingeschlagen und bin dafür am Anfang oft belächelt worden. Mir geht es heute jedoch finanziell sehr gut und ich habe alles, was ich brauche. Vorallem habe ich etwas, das wertvoller ist, als alles Geld: Ich kann mir für das, was ich mache wirklich Zeit nehmen, kann es genießen und bin Zufrieden und befinde mich nicht in dem beruflich oft stressigen Hammsterrad, in dem sich heute viele befinden oft nur wegen des vielen Geldes wegen. In der Liste oben (Wie viel ist mein Studium wert?) steht Zahnmedizien ganz oben in der Gehaltsliste. Ein Bekannter von mir ist zufällig Zahnarzt mit eigener Praxis. Klar hat er viel Geld. Aber wenn ich mich ab und zu mit ihm zum Essen treffe, dann erzählt er mir eben leider auch oft, wie gestresst er oft beruflich ist und daß er deshalb auch schon depressive, burnout-ähnliche Phasen hatte.
general-martok 15.08.2014
4. unnötiger Blödsinn
Zitat von sysopREUTERSVerdienen Informatiker besser als Juristen? Welche Lehre bringt mehr als ein Studium? Fachhochschule oder Uni? Mit dem SPIEGEL-ONLINE-Studienfachrechner können Sie überprüfen, welcher Ausbildungsweg sich finanziell wirklich lohnt. http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/welches-studium-bringt-welches-einkommen-vergleich-fuer-studenten-a-969164.html
Mal wieder eine völlig unnötige "Studie" des DIW auf Steuerzahlerkosten. Dass ein Zahnarzt oder Ingenieur mehr verdient als ein Soziologe oder Germanist, ist eigentlich völlig klar. Es ist immer eine Frage von Angebot und Nachfrage. So sind Naturwissenschaftler und der Regel mehr nachgefragt als Geisteswissenschaftler. Da das Angebot an Naturwissenschaftlern eher klein ist, steigen die Preise. Außerdem sind die Zahlen völlig irreführend. Ein Zahnarzt mit ca 3.800 netto im Monat: haha, echt lustig. Ein Maschinenbauingenieur mit ca. 2.500 netto im Monat nur in den ersten Berufsjahren vorstellbar. Die Zahlen sind für die begehrten technischen Berufe viel zu niedrig. Was auch immer da das DIW wieder zusammengeschustert hat, liegt doch recht weit von der Realität entfernt. Aber eigentlich ist diese Irreführung doch gut, denn wenn die Gehälter höher ausfielen, bescherte uns das wieder eine neue Gerechtigkeitsdebatte.
abby_thur 15.08.2014
5. Gehaltsvergleich: Was bringt mein Studium?
Zitat von TürkisDas ist der dümmste Artikel, den ich je gelesen habe. Man sollte seine beruflichen Ziele eben nicht in erster Linie danach auswählen, daß man später damit besonders viel Geld verdient, sondern danach, was einem das Herz sagt und welche Tätigkeit einen innerlich ausfüllt und einem Spaß macht. Wenn man seinen Beruf gerne und gut macht, dann kommt/steigt das Geld dadurch mit der Zeit ganz von alleine. Was nützt Dir später das viele Geld, wenn Du mit Deinem Beruf nicht glücklich und zufrieden bist und er Dich nicht innerlich erfüllt. Heute wird viel zuviel Wert auf Geld und Sicherheit gelegt. Viel Geld und Sicherheit bedeuten aber in der heutigen Arbeitswelt oft auch viel Stress, wenig Zeit haben und innerere Unausgeglichenheit. Ständiger Leistungsstress und die dann daraus öfter folgende Depression werden immer mehr die Krankheitsursache Nummer Eins in der Bevölkerung. Man kann sich eben später im Berufleben auch mit viel Geld keinen inneren Frieden, Ausgeglichenheit und Gesundheit kaufen. Ich bin meinem Herzen gefolgt und habe eine künstlerische Tätigkeit eingeschlagen und bin dafür am Anfang oft belächelt worden. Mir geht es heute jedoch finanziell sehr gut und ich habe alles, was ich brauche. Vorallem habe ich etwas, das wertvoller ist, als alles Geld: Ich kann mir für das, was ich mache wirklich Zeit nehmen, kann es genießen und bin Zufrieden und befinde mich nicht in dem beruflich oft stressigen Hammsterrad, in dem sich heute viele befinden oft nur wegen des vielen Geldes wegen. In der Liste oben (Wie viel ist mein Studium wert?) steht Zahnmedizien ganz oben in der Gehaltsliste. Ein Bekannter von mir ist zufällig Zahnarzt mit eigener Praxis. Klar hat er viel Geld. Aber wenn ich mich ab und zu mit ihm zum Essen treffe, dann erzählt er mir eben leider auch oft, wie gestresst er oft beruflich ist und daß er deshalb auch schon depressive, burnout-ähnliche Phasen hatte.
Mag sein. Nur was nützt dir das Wissen, wenn du keine Möglichkeit hast es anzuwenden?
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