Fachkräftemangel Pflegeheime setzen auf Osteuropäer

Pflegekräfte aus Ost- und Südosteuropa finden immer öfter Arbeit in Deutschland. In den vergangenen vier Jahren ist ihre Zahl deutlich gestiegen - vor allem in der Altenpflege.

Szene aus einem Pflegeheim
DPA

Szene aus einem Pflegeheim


Die Zahl der ausländischen Pflegekräfte in Deutschland ist in den vergangenen vier Jahren um 62 Prozent gestiegen. Zwischen Dezember 2012 und September 2016 erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit auf rund 117.400.

Insgesamt stammen nun 6,7 Prozent der rund 1,7 Millionen Pflegekräfte aus dem Ausland - die meisten aus Osteuropa. Im September 2016 kamen gut 66.000 Pfleger von dort. Sie arbeiten in der Gesundheits- und Krankenpflege, als Geburtshelfer oder im Rettungsdienst. Die Zahl der Altenpfleger aus Süd- und Osteuropa hat sich von knapp 16.000 Ende 2012 auf fast 32.000 im September 2016 verdoppelt.

Zu den 20 erfassten ost- und südosteuropäischen Herkunftsländern gehören nach Auskunft der Bundesagentur für Arbeit etwa Albanien, die Russische Föderation und Polen. Eine prozentuale Aufschlüsselung, aus welchen Ländern die meisten Pflegekräfte nach Deutschland kamen, lag der Bundesagentur nicht vor. Zuerst hatte der MDR über die Zahlen berichtet.

Zahlreiche Agenturen vermitteln inzwischen Pfleger an private Haushalte. Sie unterstützen alte und kranke Menschen, die zu Hause gepflegt werden wollen. Lesen Sie hier, wie Monika aus der Slowakei sich 24 Stunden am Tag um das Ehepaar Kurz kümmert.

mja

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