Zitat des Tages "Lieber Uschi aus Herne als Ulrike aus Harvard"

Gerade in der Krise haben Normalabsolventen keine Chance, Firmen nehmen eh nur die jungen Top-Akademiker mit brillanten Noten, viel Auslandserfahrung, schneidigem Auftritt - stimmt's? Stimmt gar nicht, sagt Karriereberaterin Svenja Hofert: Unternehmen haben ein Herz für mittelgute Bewerber.

Bewerber: Jetzt bitte recht freundlich, Uschi
Corbis

Bewerber: Jetzt bitte recht freundlich, Uschi


"Wenn derzeit Stellen entstehen, so im Mittelstand der krisenfesten Unternehmen. Doch dort sind die internationalen Lebensläufe der modernen Jungakademiker oft weniger angesehen. Top-Bewerber bleiben ohnehin nicht lange, scheint manch ein Personalentscheider zu denken (und hat damit vielleicht sogar Recht). Deshalb kassieren sehr gut qualifizierte Bewerber derzeit oft mehr Absagen als mittelgute. Mit dem überraschenden Effekt, dass die Quote der Einladungen auf Bewerbungen durchschnittlich qualifizierter Bewerber derzeit sehr viel besser ist als die der Überflieger.

Der Trend: Lieber die Uschi aus Herne als die Ulrike aus Harvard - die meisten Unternehmen brauchen nicht die Besten der Besten, sondern ganz normale Mitarbeiter."

Svenja Hofert macht Hochschulabsolventen Hoffnung, die um ihre Berufschancen bangen und sich nicht zu den besten drei oder fünf Prozent der Kandidaten rechnen. Dass auch Uschi aus Herne nicht verzweifeln muss, ist für die Hamburger Karriereberaterin und Buchautorin ("Das Karrieremacherbuch") einer von sieben "Karrieretrends 2010". Sie rät jungen Akademikern zum Beispiel auch zur Bewerbung bei kleinen, feinen Firmen, statt sich immer auf Großkonzerne und vermeintliche Boom-Branchen zu fixieren: "Newcomer statt Stars".

jol

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 26 Beiträge
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Seite 1
shareman 21.01.2010
1. na klar
Zitat von sysopGerade in der Krise haben Normalabsolventen keine Chance, Firmen nehmen eh nur die jungen Top-Akademiker mit brillanten Noten, viel Auslandserfahrung, schneidigem Auftritt - stimmt's? Stimmt gar nicht, sagt Karriereberaterin Svenja Hofert: Unternehmen haben ein Herz für mittelgute Bewerber. http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,672867,00.html
Ulrike aus Harvard ist teuer und anspruchsvoll - Uschi aus Herne ist da billiger zu haben :-)
Schnurz321 21.01.2010
2. Mittelmaß
Natürlich will man keine Bewerber, die was drauf haben, die könnten dem Chef ja gefährlich werden.
Phoeni, 21.01.2010
3. ...
Davon merke ich irgendwie recht wenig. Sollte ich etwa zur Elite zählen? ;) Wohl kaum. Aber nach unzähligen Bewerbungen und Gesprächen kam irgendwo immer das gleiche zum Vorschein, egal ob große oder kleine Firma. Personaler: "Eigentlich suche ich die eierlegende Wollmilchsau." Ich: "Ok, gibt es nicht, was suchen sie nun genau?" Personaler: "Hach, sie würden schon gut hier reinpassen, aber wieso haben sie noch keine Erfahrung?" Ich: "Irgendwo irgendwann muss ich ja erstmal anfangen." in Gedanken, solange es Berufserfahrung nicht bei Aldi in Tüten gibt... Personaler: "Aber ausgerechnet dann bei uns?" Ja ne is klar, wenn alle so denken, brauchen die Firmen in 10 Jahren nicht rumheulen, es gibt Fachkräftemangel... grrr Ein Teil von Stellenazeigen existieren nicht mit der Absicht, jemand Externes in Arbeit zu bringen. Und zu guter letzt die Sparwut der Unternehmen vor lauter Krisenangst. Da wird man kurz vor Weihnachten noch eingeladen, es sei alles ganz dringend, eigentlich schon gestern solls losgehen, naja, Feiertage, im neuen Jahr dann. Kaum sind die Kracher verraucht, heißt es lapidar, die Stelle wurde gestrichen. Also wenn es normal qualifizierte derzeit besser haben, will ich ja nicht wissen, wie die Topabsolventen gerade zu kämpfen haben...
zugroaster 21.01.2010
4. Good fit
Die Person muss zu den Anforderungen der Stelle und den Entwicklungsmöglichkeiten der nächsten Jahre passen. Beispiel: Ich suche eine Hochschulabsolventin im Bereich Informatik. Jetzt kommt jemand der noch einen MBA hat, toll oder? Nein, nicht toll! Wenn ich nämlich keine passenden Aufgaben habe, werden die Qualifikationen der Person verkümmern und sie wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nach 1-2 Jahren kündigen und meine Suche fängt von vorne an.
SVW80 21.01.2010
5. Besser suchen
Zitat von zugroasterDie Person muss zu den Anforderungen der Stelle und den Entwicklungsmöglichkeiten der nächsten Jahre passen. Beispiel: Ich suche eine Hochschulabsolventin im Bereich Informatik. Jetzt kommt jemand der noch einen MBA hat, toll oder? Nein, nicht toll! Wenn ich nämlich keine passenden Aufgaben habe, werden die Qualifikationen der Person verkümmern und sie wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nach 1-2 Jahren kündigen und meine Suche fängt von vorne an.
Vielleicht sollten Sie die Suche nicht nur auf weibliche Mitarbeiter beschränken. Vereinfacht die Suche und erspart Probleme mir dem AGG.
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