Auschwitz-Gedenkstätte Name in Baracke geritzt - US-Schüler auf Bewährung verurteilt

Ein US-Schüler hat bei einem Besuch des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau seinen Namen in die Wand einer Baracke geritzt. Dafür erhielt er eine Bewährungsstrafe - wie schon zwei Jugendliche vor ihm.

Eingangstor des KZ Auschwitz
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Eingangstor des KZ Auschwitz


Ein polnisches Gericht hat einen US-Schüler am Montag zu einem Jahr auf Bewährung und zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er seinen Namen in der Gedenkstätte des Nazi-Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau hinterlassen hatte. Das Gericht in Oswiecim befand den 17-jährigen Schüler in Abwesenheit für schuldig, teilte die polnische Nachrichtenagentur PAP mit.

Der Schüler eines Rabbiner-Seminars hat demnach bei einem Besuch der Gedenkstätte im Juli mit einem Stein seinen Vornamen in die Mauer einer Baracke des Vernichtungslagers geritzt. Der junge Mann hatte anschließend angegeben, auf der Wand andere Namen gesehen zu haben. Deshalb habe er seinen eigenen hinzufügen wollen.

Das Gericht wertete als strafmildernd, dass der junge Mann nicht vorbestraft war. Zudem bereue er seine Tat. Verwundert habe das Gericht, dass die Tat von einem möglicherweise angehenden Rabbiner begangen wurde. Er hätte sich der Bedeutung des Lagers von Auschwitz "vollkommen bewusst" sein müssen. Die Geldstrafe beläuft sich auf 1000 Zloty (238 Euro), die der Schüler an das Museum der Gedenkstätte zahlen muss.

Im Februar hatte das Gericht in Oswiecim zwei 17-jährige Portugiesen in einem ähnlichen Fall zur gleichen Strafe verurteilt.

sun/AFP

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