Ausgestopfte Tiere Arsen-Alarm an Schulen in Winterthur

Schulen im Schweizer Winterthur müssen ihre ausgestopften Tiere entsorgen: Bei einer Stichprobe wurde in den Präparaten das Gift Arsen gefunden.

Ausgestopfter Hase (Archivbild)
DPA

Ausgestopfter Hase (Archivbild)


Viele Schulen in der Schweiz haben ausgestopfte Tiere. Doch nach einer Stichprobe an einer Schule in Winterthur ist in 90 Prozent der Exponate giftiges Arsen gefunden worden.

Das berichtet die Zeitung "Der Landbote". Nun sollen alle Tiere entfernt werden, wie der Winterthurer Stadtrat Jürg Altwegg bestätigte.

88 von 95 untersuchten Präparaten enthielten mehr als 1000 Milligramm Arsen pro Kilogramm. Das übersteigt den Schweizer Grenzwert für gesundheitliche Unbedenklichkeit. Das Mittel wurde früher als Schutz vor Motten eingesetzt.

Ab in die Vitrine

Die Stadt warnt vor übereilten Wegwerfaktionen, weil dabei Arsen freigesetzt werden könne. Vielmehr werde das Naturkundemuseum die ausgestopften Tiere in den kommenden Monaten fachgerecht entfernen, sagte Altwegg. Bis dahin sollen sie in Vitrinen bleiben.

Der Kanton Zürich, in dem Winterthur liegt, sieht keine Gefahr, wenn Lehrkräfte richtig mit den Tieren umgehen: Die Tiere müssten in verschlossenen Vitrinen aufbewahrt werden, Hautkontakt sei zu vermeiden.

mamk/dpa



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