Baden-Württemberg Schulpanne - landesweite Prüfung wird verschoben

Zehntausende Zehntklässler in Baden-Württemberg bereiten sich auf ihre Abschlusstests vor. Doch auf die Deutschprüfung müssen sie länger warten - wegen einer Panne im Städtchen Bad Urach.

Schüler bei Prüfung
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Schüler bei Prüfung


Weil an einer Schule in Baden-Württemberg ein geöffneter Umschlag mit Prüfungsaufgaben entdeckt wurde, werden in Baden-Württemberg die Abschlussprüfungen an Realschulen für das Fach Deutsch verschoben. Die landesweiten Prüfungen finden nicht wie geplant am Mittwoch, sondern erst am Freitag kommender Woche statt, wie das Kultusministerium in Stuttgart mitteilt.

An einer Schule in Bad Urach war demnach am Freitag ein vollständig geöffneter Umschlag mit beschädigtem Siegel aufgetaucht. Das Kultusministerium sah deshalb die Gefahr, dass die Prüfungsaufgaben bekannt geworden sein könnten. Das Siegel des Umschlags mit den Aufgaben wurde laut dem Ministerium "vollständig und augenscheinlich durch Fremdeinwirkung" geöffnet.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) zeigte sich verärgert über die Panne. "Sicherheit beim Umgang mit den Prüfungsaufgaben hat für uns einen zentralen Stellenwert", erklärte sie. Umso ärgerlicher sei es, "wenn die Verantwortlichen vor Ort nicht mit der gebotenen Sorgfalt und Sensibilität agieren". Dieses "Fehlverhalten" habe jetzt ganz konkrete Auswirkungen auf rund 40.000 Schüler.

koe/dpa



insgesamt 18 Beiträge
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o.schork 17.04.2018
1. ärgerlich
Es ist ärgerlich, wenn die Stuttgarter Nachrichten diese Information offensichtlich schneller veröffentlichen kann, als Regierungspräsidium oder Kultusministerium. Die Schüler sind erst heute in der Schule benachrichtigt worden.
fogel 44 17.04.2018
2.
@o.schork: Und wo liegt da für Sie das Problem, wenn die Prüfung ohnehin erst morgen stattgefunden hätte?
carlitom 17.04.2018
3.
Zitat von o.schorkEs ist ärgerlich, wenn die Stuttgarter Nachrichten diese Information offensichtlich schneller veröffentlichen kann, als Regierungspräsidium oder Kultusministerium. Die Schüler sind erst heute in der Schule benachrichtigt worden.
Naja, da das gestern schon im Radio und allen Nachrichten kam, sollte das eigentlich vorher aufgefallen sein.
ferrari2k 17.04.2018
4. fogel 44: du warst nicht in der Schule, oder?
Anstatt also das Schuljahr morgen abhaken zu können und dann endlich frei zu haben (vielleicht haben einige auch einen Urlaub übers Wochenende gebucht?), muss man also anderthalb Wochen später ran. Mag ja sein, dass du in deinem Leben nichts planst, mich als Schüler hätte das dezent angekotzt.
Orthoklas 17.04.2018
5. Jaja...
Sicher ist das ärgerlich. Aber ein Drama ist das nicht. Die Bildungsminister in Bund und Länder sollten diesen Satz lieber mal auf ihre eigene Arbeit gelten lassen: *"Umso ärgerlicher sei es, 'wenn die Verantwortlichen vor Ort nicht mit der gebotenen Sorgfalt und Sensibilität agieren.'" Da werden auf Ministerebene ganz andere Probleme produziert und gepflegt - und die betreffen ganz sicher nicht nur 40.000 Schüler, liebe Politiker...
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