Schulstreik in Belgien 32.000 Jugendliche demonstrieren in Brüssel für das Klima

Immer mehr Kinder und Jugendliche demonstrieren für den Klimaschutz - und schwänzen dafür die Schule - so wie in Belgien. Ihr Vorbild ist die 16 Jahre alte Greta Thunberg aus Schweden.

Demonstranten in Brüssel
DPA

Demonstranten in Brüssel


Auf ihren Schildern steht: "Der Planet kommt ohne uns aus, wir aber nicht ohne den Planeten" oder "Make climate great again": Der Protest junger Menschen gegen die aktuelle Klimapolitik wird immer größer - wie etwa auch in Belgien.

Rund 32.000 Kinder und Jugendliche gingen am Donnerstag in der Hauptstadt Brüssel beim "Marsch für das Klima" auf die Straße. Das berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Polizei.

Die Demonstranten schwänzten zum Teil den Schulunterricht, um für eine ambitioniertere Klimapolitik zu protestieren. Erstmals nahmen auch Studenten an dem Protest teil.

Es war erst die dritte Auflage der Klima-Marschs in Belgien. In der Vorwoche hatten 12.500 Jugendliche mitgemacht, beim ersten Mal 3000.

Unter dem Motto #FridaysForFuture setzen sich Jugendliche weltweit seit Wochen für Klimaschutz ein. Ihr großes Vorbild ist dabei die 16 Jahre alte Schwedin Greta Thunberg, die seit Monaten jeden Freitag die Schule schwänzt, um für eine bessere Klimapolitik zu demonstrieren. In diesen Tagen spricht sie auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

Erst am vergangenen Freitag waren Tausende Schüler und Studierende in mehr als 50 deutschen Städten für mehr Klimaschutz auf die Straßen gegangen und schwänzen dafür teils die Schule.

Für diesen Freitag ist eine Großdemonstration in Berlin geplant.

sun/dpa

insgesamt 10 Beiträge
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aequitas12 24.01.2019
1. Endlich!
Ich selbst komme aus der sogenannten "Millennial Generation". Und diese Generation zeichnet sich, wenn überhaupt durch irgendwas, dann durch ihre Ichbezogenheit aus. Die entscheidende Frage meiner Generation ist nicht: "Wie können wir eine bessere Welt schaffen?", sondern "Wie kann ich glücklich sein?". Das muss man noch gar nicht negativ bewerten, führt aber dazu, dass der Gedanke ans Große Ganze ein Stück weit verloren ging. Die Fokusierung auf das persönliche Glück erklärt auch, warum diese Generation als Generation der Sinnkrisen bezeichnet wird. Ich bin sehr froh, dass sich das zu ändern scheint.
Interzoni 24.01.2019
2. Das freut mich sehr
Schon lange frage ich mich, warum die Jungend sich nicht empört gegen die systematische Zerstörung ihrer Zukunft. Hoffentlich ist dies der Beginn einer großen Bewegung, die dann tatsächlich etwas bewirken kann. Ich würde meinen Schülern dafür frei geben bzw. meinen Kindern Entschuldigungen schreiben, wenn's sein muss, jeden Freitag.
nosports28 24.01.2019
3.
Lobenswert. Und diese sind es ja auch, die den ganzen Schlamassel am Hals haben werden, wenn die alten Deppen mit ihrem "Die sollen sich nicht so anstellen. Hitze ist doch schön." und "Die sollten mal lieber arbeiten gehen, damit die Schlote rauchen!" sich schon längst durch ihr Ableben aus der Affäre gezogen haben.
sucher533 24.01.2019
4. Warum während der Unterrichtszeit?
Engagement ist gut, besonders bei jungen Menschen. Aber wen wollen Sie mit dem Fernbleiben vom Unterricht unter Druck setzen? In den Prüfungen wird der Stoff abgefragt, der Schulstoff muß also nachgeholt werden. Interessant wären Demonstrationen in der Ferienzeit und beeindruckend, wenn es dann in großer Zahl dazu kommen würde.
KneeCo 24.01.2019
5. Wieso denn?
Zitat von sucher533Engagement ist gut, besonders bei jungen Menschen. Aber wen wollen Sie mit dem Fernbleiben vom Unterricht unter Druck setzen? In den Prüfungen wird der Stoff abgefragt, der Schulstoff muß also nachgeholt werden. Interessant wären Demonstrationen in der Ferienzeit und beeindruckend, wenn es dann in großer Zahl dazu kommen würde.
Das könnte ja in die eigene Freizeit gehen :(. Ich bin ganz Ihrer Meinung, wenn man schon so etwas macht, dann doch bitte in der Freizeit. Den Lehrern und sich selbst in den kommenden Prüfungen tun diese Schüler jedenfalls keinen Gefallen.
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