Pädagogische Spitzenleistung Eine Million Dollar für "beste Lehrerin der Welt"

Eine Britin hat den "Global Teacher Prize" gewonnen. Sie setzte sich gegen 30.000 Mitbewerber durch. Ausgezeichnet wurde ihre Arbeit in einem ethnisch stark gemischten Bezirk in London.

Andria Zafirakou bei der Preisverleihung
AP

Andria Zafirakou bei der Preisverleihung


Die britische Lehrerin Andria Zafirakou hat den "Global Teacher Prize" gewonnen und damit eine Million US-Dollar. Mit dem Preis würdigt die Varkey Foundation, eine internationale Stiftung zur Bildungsförderung, besondere pädagogische Leistungen.

Andria Zafirakou habe sich gegen rund 30.000 Mitbewerber durchgesetzt, teilt die Stiftung mit. Sie habe mit ihrer Arbeit dafür gesorgt, dass sich Kinder sicher fühlten in einem der unsichersten Bezirke Großbritanniens.

Ihre Schule liegt im Londoner Bezirk Brent im Nordwesten der Stadt, dessen Bevölkerung ethnisch stark gemischt ist. Viele ihrer Schüler kommen aus armen Familien, in denen oft nur schlechtes Englisch gesprochen wird.

"Meine Schüler sind phänomenal"

Zafirakou ist die erste Britin, die die Auszeichnung erhält. Premierministerin Theresa May schickte eine Video-Botschaft, in der sie die "enorme Hingabe und Kreativität" der Lehrerin lobte.

Ihre Schule sei "wunderbar vielfältig", schwärmte Zafirakou bei der Preisverleihung. Die Schüler seien hingebungsvoll: "Würde unsere Schule um sechs Uhr morgens öffnen, würden die Kinder bereits um fünf Uhr Schlange stehen, so phänomenal sind sie", sagte die Preisträgerin.

Im vergangenen Jahr hatte eine Kanadierin gewonnen, die Deutsche Marie-Christine Ghanbari aus dem Münsterland schaffte es als erste Deutsche unter die zehn Finalisten.

boj/AP



insgesamt 5 Beiträge
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radbodserbe 18.03.2018
1. Warum nicht 100* 10000 € ?
Schön das solche Leistungen ausgezeichnet werden, aber wäre eine mehr ausgewogene Preisgeldverleihung nicht motivierender ? Kann man verschiedene Pädagogikprojekte wirklich gerecht und sinnvoll miteinander in ihrer Wertigkeit vergleichen, bei unterschiedlichem Klientel, Ressourcen und Erfolgsaussichten ?
postmaterialist2011 18.03.2018
2. WIeso ?
Wieso wird Muhammad bin Raschid Al Maktum, der neben der Preisträgerin steht nicht erwähnt ? Wird der Preis gar vom Dikator aus Dubai vergeben ? Hier fehlt mir eine wichtige Information.
Datenschubser 18.03.2018
3.
Zitat von postmaterialist2011Wieso wird Muhammad bin Raschid Al Maktum, der neben der Preisträgerin steht nicht erwähnt ? Wird der Preis gar vom Dikator aus Dubai vergeben ? Hier fehlt mir eine wichtige Information.
Der Preis wird von der Varkey Foundation vergeben, einer internationalen Stiftung zur Förderung der Bildungsstandards für unter privilegierte Kinder. Die Stiftung veranstaltet einen jährlichen Bildungsgipfel in Dubai - daher vermutlich das Bild.
Stäffelesrutscher 18.03.2018
4.
Zitat von postmaterialist2011Wieso wird Muhammad bin Raschid Al Maktum, der neben der Preisträgerin steht nicht erwähnt ? Wird der Preis gar vom Dikator aus Dubai vergeben ? Hier fehlt mir eine wichtige Information.
Mir fiel beim Anblick des Fotos auch die Kinnlade runter. Und dann lese ich auf der Website: »Awarded unter the patronage of His Highness Sheikh Mohammed bin Rashid Al Maktoum, the Vice President and Prime Minister of the United Arab Emirates and Ruler of Dubai«. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Patronage. Konnte sich auch jemand bewerben, der/die die Kinder der Arbeiter in den VAE unterrichtet? Ach so, die Lohnsklaven dürfen ja gar keine Familie mitbringen, tja dann ...
tanriverdi 18.03.2018
5. Die Lehrerin arbeitet also in einem der unsichersten Bezirke …
... von ganz Großbritannien. Und im nächsten Satz erfährt der Leser, daß die Bevölkerung dieses Bezirks ethnisch stark gemischt ist. Soll das jetzt eine Erklärung sein? Der Bezirk ist so unsicher wegen der ethnischen Vielfalt? Ich finde es unerhört hier einen solchen Zusammenhang zu konstruieren. Ist das rassistische Absicht oder bodenlose Dummheit? Ethnische Vielfalt macht einen Bezirk bunter, fortschrittlicher und moderner. Das Märchen von der Unsicherheit gehört noch nicht mal ins Märchenbuch. Die Lehrerin sagt es selbst, die Vielfalt ist wunderbar, die Schüler sind phänomenal, die würden schon um fünf Uhr morgens Schlange stehen um lernen zu dürfen. Das ist die Wahrheit wie es wirklich in einem solchen Bezirk zugeht. Die Lehrerin wird das ja wohl wissen.
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