Armut in China Der Eisjunge

Sein Schicksal rührt Menschen auf der ganzen Welt: Wang Fuman kam in China mit völlig vereisten Haaren zum Unterricht, weil er bei minus neun Grad in die Schule laufen musste.

AP/Yi ming - Imaginechina

Über die Haare zieht sich eine Schicht aus Eis, die Wimpern sind weiß, die Wangen rot: Als Wang Fuman in der Schule in der chinesischen Provinz Yunnan ankommt, ist er komplett durchgefroren. Die Temperaturen sind auf minus neun Grad gesunken und von seinem Zuhause sind es viereinhalb Kilometer bis in die Schule. Der Achtjährige brauchte mehr als eine Stunde, um die Strecke zurückzulegen.

Das Bild des Achtjährigen mit den vereisten Haaren geht um die Welt, seit der Schulleiter das Foto des Kindes Anfang der Woche online gestellt hat. "Frost Boy" wird er nun genannt.

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Eisiger Schulweg: Wang Fuman, der "Frost Boy"

Sein Schicksal, das dem Land die Armut vor Augen hält, hat inzwischen so viele Menschen bewegt, dass die Schule laut verschiedener Medienberichte bereits zahlreiche Spenden erhalten hat. Mit diesem Geld konnte schon neue Winterkleidung für die Kinder gekauft werden.

Aber nicht nur die Schule, auch die Familie des Jungen hat Spenden erhalten. Die Lokalregierung kündigte laut "People's Daily Online" zudem an, sie wolle der Familie ein neues Haus bauen, das näher an der Schule liegen soll.

Auch in anderen Teilen Chinas müssen Kinder teils lebensgefährliche Wege zur Schule zurücklegen. Die Bilder:

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Lebensgefährlicher Schulweg: Bloß nicht nach unten gucken!


insgesamt 55 Beiträge
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Seite 1
tomah4wk 12.01.2018
1.
Was soll das Theater? Minus 9 Grad C sind doch fast frühlingshafte Temperaturen. Kann es vielleicht sein, daß das eine Meldung aus den US ist, wo die meisten in Fahrenheit denken? -9 Grad (F) wären dann -23 Grad C...
djet 12.01.2018
2. Wind und Wetter schaden nicht gleich...
Bei den passenden Witterungsbedingungen (siehe die vereisten Gegenstände auf den Fotos) entstehen stark vereiste Haare sehr schnell, bedeuten aber nicht unbedingt, dass dem Jungen ein gesundheitlicher Schaden entstand. Bei -9°C eine Stunde laufen ist machbar (natürlich ist vernünftige Kleidung sinnvoll) und sicher gesünder als so manche verweichlichte Lebensgewohnheit hierzulande.
mauricebln 12.01.2018
3. Was soll das relativieren tomah4wk, djet ?
Minus 9 Grad für ein Kind sind viel zu kalt mit schlechter Kleidung und das eine Stunde draußen. Sie haben wohl keine Kinder oder kein Mitgefühl. Nur so kann ich mir Ihre unqualifizierten Kommentare hier erklären.
schillerphone 12.01.2018
4. Ich fahre im Winter mit dem Fahrrad
Ich fahre im Winter mit dem Fahrrad zur Arbeit. 18km. Völlig egal welche Temperatur. Das Auto bleibt stehen. Auch bei -10 ° bin ich schon oft gefahren. Man braucht halt nur die richtige Kleidung. Die hatte das Kind vielleicht nicht. Gut, dass der Junge die Kleidung jetzt bekommt. Ansonsten gilt, was nicht tötet härtet ab. Davon können sich die westlichen Waschlappen eine Scheibe abschneiden.
M. Vikings 12.01.2018
5. T-Shirt, Jacke mit offenem Kragen und keine Mütze.
Wenn der so den Weg gegangen ist, ist das schon ziemlich übel. Man achte auf seine Klassenkameraden, die Eine hockt vor lachen unter dem Tisch. Aber mit der schicken Jacke auf Photo 3 könnte Wang Fuman jetzt auch in Jakutien zur Schule gehen, dort gibt es ab -54 Grad Celsius kältefrei für Schüler. Zu empfehlen ist in diesem Zusammenhang die TV-Doku-Serie: "Die gefährlichsten Schulwege der Welt".
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