Militärtraining für Schüler in China Massenschlägerei nach Liegestützen

Schüler werden in China auch militärisch gedrillt - doch nun ist eine Ausbildungseinheit eskaliert. Am Ende gab es über 40 Verletzte.

Training, bis die Tränen kommen: Dieses Bild twitterte china.org.cn zur Massenschlägerei an einer Schule
China.org.cn

Training, bis die Tränen kommen: Dieses Bild twitterte china.org.cn zur Massenschlägerei an einer Schule


Peking - Mehr als 40 Menschen sind bei einer Massenschlägerei während eines Militärtrainings für Schüler in China verletzt worden. Schüler und Studierende in China müssen regelmäßig an militärischen Übungen teilnehmen. Das Training an einer Schule in der Gemeinde Longshan in der ostchinesischen Provinz Hunan eskalierte, als Militärtrainer die Schüler immer härter behandelten, wie die Zeitung "Global Times" am Dienstag berichtete.

Ein Trainer soll am Sonntag auf die Rücken von Schülern gestiegen sein, während sie Liegestütze machten. Lehrer und Schüler wollten einschreiten, dann artete der Konflikt in eine Massenschlägerei aus. Dem Bericht zufolge gerieten zunächst der Militärtrainer und ein Lehrer aneinander, bevor sich die Prügelei ausweitete. Von den Verletzten mussten 25 im Krankenhaus bleiben, die lokale Polizei untersucht den Vorfall jetzt.

In sozialen Netzwerken löste die Nachricht von der Schlägerei an der Huangcang-Highschool eine kritische Debatte über die Praxis der Militärkurse für Schüler und Studenten aus. Sogar das offizielle Onlineportal der Volksrepublik griff den Fall auf. China.org.cn verschickte per Twitter ein Bild von weinenenden Camp-Teilnehmern:

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An fast allen Schulen und Universitäten sind die Trainingseinheiten verpflichtend. Im Internet berichteten viele Menschen, welche erniedrigenden Erfahrungen sie in den Militärlagern erleiden mussten. Offiziell soll mit den Militärtrainings der Patriotismus und das Verständnis für die Volksbefreiungsarmee unter den Schülern und Studierenden gestärkt werden.

him/dpa



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