Anklage in Cottbus Grundschulleiter soll Kinder geschlagen haben

Blaue Flecken, rote Wangen: Ein Schulleiter in Brandenburg soll über zwei Jahre lang Schüler geschlagen haben. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Körperverletzung.

Klassenzimmer (Symbolbild)
DPA

Klassenzimmer (Symbolbild)


Die Kinder klagten offenbar über Kopfschmerzen, blaue Flecken und gerötete Wangen: In einer Grundschule in Forst, zwischen Cottbus und der polnischen Grenze, soll der Schulleiter mehrfach Schüler geschlagen haben. Die Eltern haben den Mann angezeigt, wie die "Lausitzer Rundschau", der RBB und die"Märkische Oderzeitung" berichten.

Die Staatsanwaltschaft legt dem Schulleiter 20 Übergriffe an sieben Schülern aus den Jahren 2015 bis 2017 zur Last. Er soll sie auf den Hinterkopf geschlagen, ihnen Ohrfeigen gegeben und an den Ohren gezogen haben. Die Anklageschrift liegt bereits seit Mai beim Cottbuser Amtsgericht.

Der Schulleiter will sich zu den Vorwürfen nicht äußern, hat sich laut dem Brandenburger Bildungsministerium allerdings selbst angezeigt, um die Vorwürfe aufzuklären, wie der Sprecher des Ministeriums, Ralph Kotsch, dem RBB bestätigte.

Bereits im vergangenen Jahr soll das Ministerium von den Vorwürfen erfahren und Untersuchungen eingeleitet haben. Demnach sollen sich der Sachverhalt als sehr komplex dargestellt und sich Aussagen widersprochen haben, wie es vom Bildungsministerium heißt.

Bislang seien allerdings noch keine Konsequenzen erfolgt, wie der Direktor des Amtsgerichts Cottbus, Michael Höhr der "Lausitzer Rundschau" sagte. Nach Informationen vom RBB ist der Schulleiter weiterhin im Dienst.

kha



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