Binnen zehn Jahren Zahl der Hauptschulen hat sich halbiert

Derzeit wechselt nur jeder zehnte Grundschüler an eine Hauptschule. Das ist politisch gewollt, viele Bundesländer haben die Schulform bereits abgeschafft. Und auch die Zahl der Realschulen ist deutlich zurückgegangen.

Lehrer an Hauptschule im Sauerland
DPA

Lehrer an Hauptschule im Sauerland


Derzeit gibt es laut Statistischem Bundesamt nur noch 2600 Hauptschulen, das sind 45 Prozent weniger als noch vor zehn Jahren. Zudem ist die Zahl der Realschulen im selben Zeitraum etwa um ein Drittel gesunken. Der Grund für den Rückgang sind Umstrukturierungen in der Schullandschaft. Viele Bundesländer haben die Hauptschule als Schulform bereits abgeschafft oder sind gerade dabei.

Zahlreiche Hauptschulen wurden geschlossen oder in andere Schulformen umgewandelt. So hat sich die Zahl der integrierten Gesamtschulen innerhalb der vergangenen zehn Jahre auf etwa 2100 erhöht und damit nahezu verdreifacht. Auch die Zahl von sonstigen Schulen mit mehreren Bildungsgängen erhöhte sich in dieser Zeit um 40 Prozent.

Insgesamt wechselte im Schuljahr 2016/17 etwa jeder dritte Schüler nach der Grundschule auf ein Gymnasium, etwa jeder Fünfte auf eine Realschule. Ebenfalls beinahe ein Fünftel entschied sich für eine integrierte Gesamtschule. Dagegen besuchte nur jeder Zehnte eine Hauptschule.

koe/AFP



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