48.000 Party-Zusagen bei Facebook Bleibt doch einfach weg

Und wieder eine Facebook-Party, diesmal in Frankreich: Benjamin, 13, wollte zu seinem Geburtstag gut zwei Dutzend Freunde einladen. Angekündigt haben sich bislang aber 48.000 - der Vater des Jungen erstattete Anzeige.

Facebook: Benjamin will nicht mehr feiern
dpa

Facebook: Benjamin will nicht mehr feiern


Lustig, lustig, einfach mal auf "Teilnehmen" klicken: 48.000 Facebook-Nutzer haben sich als "Gäste" zu Benjamins 14. Geburtstag angemeldet, obwohl er eigentlich nur 29 Freunde einladen wollte. Der entsetzte Vater des Jungen hat nun Anzeige erstattet: "Der Name meines Sohnes wird genutzt, um ein Event zu veranstalten", sagte er.

Der Vater versucht verzweifelt, die Facebook-Seite schließen zu lassen, denn einige "Gäste" haben nach seinen Angaben damit gedroht, "alles zu zerschlagen", sollte das Fest nicht stattfinden.

Der Junge aus der Nähe der zentralfranzösischen Stadt Clermont-Ferrand hatte am vergangenen Sonntag begonnen, seine Freunde per Telefon zu seiner Geburtstagsfeier einzuladen. Ein Freund wollte ihm helfen und richtete im Internet-Netzwerk Facebook einen Aufruf für ein "geheimes Ereignis" ein: Die Gruppe zählte am Montag bereits 16.500 Mitglieder, von denen jedes wiederum 60 weitere Gäste einladen durfte.

Am Dienstagabend stieg die Zahl der "Eingeladenen" so auf 33.000 und weitere 15.000 hatten sich einer neuen Facebook-Gruppe unter dem Titel "Benjamins Fest" angeschlossen.

Benjamin ist bei weitem nicht der erste Jugendliche, dessen Geburtstagsparty im Netz zum Selbstläufer wurde. Immer wieder kommt es zu Massenzusagen und manchmal trotz Party-Absage zu Massenveranstaltungen, so wie im Sommer 2011 in Hamburg: Nach einer Einladungspanne strömten mehr als tausend Feierwütige zum Haus der 16-jährigen Thessa. Bei der Australierin Jess kündigten sich sogar 200.000 "Gäste" an.

Es dauerte nicht lang, bis die Politik im Sommerloch das Thema für sich entdeckte: Mehrere Innenminister aus den Ländern wetterten: Wenn Ärger droht, sollen die Behörden die Veranstaltungen künftig vorher verbieten oder die Feiern auflösen.

otr/AFP

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insgesamt 18 Beiträge
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teufelsküche 26.04.2012
1. Ziemlich vage
Zitat von sysopdpaUnd wieder eine Facebook-Party, diesmal in Frankreich: Benjamin, 13, wollte zu seinem Geburtstag gut zwei Dutzend Freunde einladen. Angekündigt haben sich bislang aber 48.000 - der Vater des Jungen erstattete Anzeige. http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,829890,00.html
War dieser Benjamin vorher schon bei Facebook? So wienich das ganze lese ist in jedem Fall wohl eher der sogenannte Freund der Schuldige. Jedenfalls wird Benjamin seinen 14. Geburtstag wohl nie vergessen...
felisconcolor 26.04.2012
2. es zeigt sich mal
Zitat von sysopdpaUnd wieder eine Facebook-Party, diesmal in Frankreich: Benjamin, 13, wollte zu seinem Geburtstag gut zwei Dutzend Freunde einladen. Angekündigt haben sich bislang aber 48.000 - der Vater des Jungen erstattete Anzeige. http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,829890,00.html
wieder wie es um die sogenannte usebility von Facebook bestellt ist. mir drängt sich da ein Vergleich zu SAP auf. Alle schimpfen aber SAP ist immer noch nicht Pleite. Und gegen SAP liefen schon mehrere Klagen. Wird sich wohl nur was dran ändern wenn ein paar mal so große Partys bei Mark Zuckerberg im Vorgarten statt finden.
grumpygramps 26.04.2012
3. Facebook-Voreinstellungen
Zitat von sysopdpaUnd wieder eine Facebook-Party, diesmal in Frankreich: Benjamin, 13, wollte zu seinem Geburtstag gut zwei Dutzend Freunde einladen. Angekündigt haben sich bislang aber 48.000 - der Vater des Jungen erstattete Anzeige. http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,829890,00.html
Hm. Ich lege auch regelmäßig Facebook-Veranstaltungsseiten für einen Freundeskreis an. Ich mußte bislang immer höllisch aufpassen, daß ich die Veranstaltung von der Facebook-Voreinstellung »öffentlich« auch ja auf den entsprechenden Freundeskreis umstelle. Ich habe allerdings eben gerade mal geschaut, ob die Voreinstellung immer noch auf »öffentlich« steht: nein. Sie steht auf »Freunde«. Offenbar hat man bei Facebook endlich eingesehen, daß die Voreinstellung »öffentlich« grob unverantwortlich ist. Hoffe ich jetzt einfach mal.
willi2007 26.04.2012
4.
Ich selber habe kein Konto bei Facebook und kann deshalb nicht beurteilen, wie schwierig es ist, Einladungen auf ausgesuchte Freunde zu beschränken. Aber wenn 14-jährige, die ja praktisch Bits und Bytes im Blut haben, damit Probleme haben, lass ich wohl auch lieber die Finger von Facebook. Unter Nutzerfreundlichkeit stelle ich mir was anderes vor.
MrStoneStupid 27.04.2012
5. Wieso gibt es für so einen Blödsinn ...
---Zitat--- Bei der Australierin Jess kündigten sich sogar 200.000 "Gäste" an. 48.000 Party-Zusagen bei Facebook - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,829890,00.html) ---Zitatende--- ... Zehntausende Zusagen? Wieso wurde das Ereignis nicht schon längst (vom Verursacher oder per behördlicher Anordnung) für ungültig erklärt? Wie kann es überhaupt Verrückte geben, die da hin pilgern? Haben die sonst kein Leben, oder was? (imho)
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