Weltlehrerpreis Kanadierin zur besten Lehrerin der Welt gekürt

Bei einem weltweiten Lehrerwettbewerb mit einer Million Dollar Preisgeld ist eine Deutsche in der Finalrunde ausgeschieden. Gewonnen hat eine Kanadierin, die sich für Schüler in der Arktis einsetzt.

Maggie MacDonnell mit Scheich Mohammed Bin Raschid Al Maktum bei der Preisverleihung in Dubai
AFP

Maggie MacDonnell mit Scheich Mohammed Bin Raschid Al Maktum bei der Preisverleihung in Dubai


Der mit einer Million US-Dollar dotierte Global Teacher Prize geht in diesem Jahr nach Kanada. Die Jury zeichnete am Sonntag in Dubai Maggie Mac Donnell für ihre vorbildliche Arbeit mit Schülern in der kanadischen Arktis aus. Marie-Christine Ghanbari aus dem Münsterland schaffte es als erste Deutsche unter die zehn Finalisten. (Wie, erzählt sie hier im Interview.) Beworben hatten sich mehr als 20.000 Lehrer aus 179 Ländern.

Der Preis wurde zum dritten Mal von der Varkey Foundation vergeben, einer gemeinnützigen Stiftung des indischen Geschäftsmanns und Philanthropen Sunny Varkey, die sich weltweit für bessere Schulqualität und die Unterstützung benachteiligter Kinder einsetzt.

Der erste Global Teacher Prize ging 2015 an eine Pädagogin im US-Bundesstaat Maine, die das Preisgeld einer von ihr gegründeten Schule für benachteiligte Schüler stiftete. Im vergangenen Jahr wurde eine palästinensische Lehrerin für ihren Einsatz gegen Gewalt ausgezeichnet.

vet/dpa

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karit 20.03.2017
1. Oh Mann, haben wir Lehrer nichts besseres
... zu tun als uns an einem solchen "Wettbewerb" zu beteiligen? Was heisst denn "bester" Lehrer? Hier ging es sicher um das ausgeklügelste Projekt ... naja, jetzt gibt es eben einen besten Lehrer ... wir brauchen unbedingt noch den besten Präsidenten, den besten Suppenkoch, das beste Schulkind und die beste Balkontür ...
TS_Alien 20.03.2017
2.
Es gibt kaum einen sinnloseren "Wettbewerb". Und kaum einen peinlicheren "Titel". Meinetwegen kann man gute Schulprojekte auszeichnen, wenn sie wirklich gut sind und nicht nur so aussehen. Und wenn sie problemlos in vielen Ländern durchführbar sind. Ansonsten bringt das nichts.
Drschlaumeierxy 20.03.2017
3. Ich glaube schon, ...
... dass wir das brauchen. Der Ruf der Lehrkräfte (in Deutschland) ist so mies, dass solch eine Auszeichnung zur Abwechslung mal zeigt, dass man diesen Job a) gut machen kann und b) auch wertgeschätzt wird. Und wenn wir mal ehrlich sind: die meisten Lehrkräfte werden so ausgemergelt, dass an vielen Schulen Extra-Projekte nicht stattfinden. Da ist doch - bei der Mehrbelastung - für diejenigen mit dem "ausgeklügelsten Projekten" auch mal so eine Publicity Balsam auf den Wunden. So Long, DrSchlaumeier
austenjane1776 20.03.2017
4. Und der Diktator von Dubai verteilt die Preise. Groteske Show-Nummer.
Seine Dominanz der Scheich von Dubai - also auch Frauenunterdrücker usw - verteilt Schulpreise. Gehen seine Töchter überhaupt in eine Schule? Ich denke, wie andere hier auch, dass die guten Lehrkräfte die sind, die nie auf den Gedanken kämen, am Showlaufen teilzunehmen - oder sie wären zu bescheiden. Kandidat/innen: die 30er Grundschulklassen-Lehrerin in NRW - mit "INklusion" (ohne Sonderpädagogik) und "Flüchtlingen" (alles, außer Deutsch). Man könnte es allerdings auch für unprofessionell halten, diese allseitige Überforderung mitzumachen.... Das Elend wird neu gestrichen. In bunt. Das ist zum K****.
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