Verdacht der Nötigung Ermittlungen gegen Lehrer wegen Hitlergruß 

Ein Berufsschullehrer in Hannover soll Schüler aufgefordert haben, sich mit dem Hitlergruß zu melden. Nun hat sich die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

Hannover (Niedersachsen)
picture alliance / dpa

Hannover (Niedersachsen)


Nach massiven Vorwürfen gegen einen Berufsschullehrer in Hannover ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft, berichtet der NDR. Der Lehrer der Berufsschule BBS 3 soll Schüler mit Migrationshintergrund beleidigt und andere aufgefordert haben, sich mit dem Hitlergruß zu melden. Ansonsten würden sie nicht mehr aufgerufen.

Es bestehe ein Anfangsverdacht wegen Nötigung, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit. Die Ermittler hätten aus der Presse von den Vorwürfen erfahren.

Außerdem werfen die Berufsschüler aus der Baubranche dem Lehrer vor, keinen richtigen Unterricht gemacht zu haben. So würden regelmäßig zahlreiche Schüler durch Tests fallen, ohne dass diese wiederholt werden, wie es das Schulgesetz vorsieht.

Andere Schüler nehmen den Lehrer in Schutz

Die Schüler hätten sich mehrfach bei dem Lehrer und einem Mitglied der Schulleitung beschwert, seien aber nicht ernst genommen worden. Allerdings gibt es laut NDR auch Schüler, die den Lehrer in Schutz nehmen.

Auch die niedersächsische Landesschulbehörde geht den Vorwürfen nach und hat die Schüler des Lehrers befragt. Demnach beschreiben ihn die meisten als nett und hilfsbereit. Allerdings habe er nicht immer einen angemessenen Humor.

Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, würden beamten- beziehungsweise arbeitsrechtliche Maßnahmen eingeleitet, sagte eine Sprecherin der Landesschulbehörde. Möglich seien ein Disziplinarverfahren, eine Abmahnung oder die Kündigung.

koe

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