Heilbronn Schülerin verklagt Baden-Württemberg

Ehrverletzende Handlungen, körperlicher Übergriff und Unterrichtsausschluss zu Unrecht: Die Vorwürfe einer Schülerin aus Neckarsulm wiegen schwer. Sie klagte auf Schmerzensgeld.

Landgericht in Heilbronn
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Landgericht in Heilbronn


Eine ehemalige Schülerin einer Schule im baden-württembergischen Neckarsulm erhebt schwere Vorwürfe gegen einen Lehrer und fordert Schmerzensgeld. Sie wirft der Lehrkraft Verhalten vor, das ihre Ehre verletzt habe. Zudem sei sie körperlich angegriffen und zu Unrecht aus dem Unterricht ausgeschlossen worden.

Die Taten sollen sich bereits Ende November 2013 ereignet haben. Demnach habe ein Lehrer das Mädchen aus dem Unterricht geschmissen und sie beleidigt. Die ehemalige Schülerin forderte vom Land Baden-Württemberg als Träger der Schule Schmerzensgeld. Der Fall landete vor dem Landgericht in Heilbronn. Um welche Summe es ging, ist nicht bekannt.

Der Richter wies die Klage der ehemaligen Schülerin zurück. Die Begründung: Generell könne sie nur Schmerzensgeld geltend machen, wenn der Lehrer vorsätzlich gehandelt hätte. Dies könne ihm jedoch nicht nachgewiesen werden.

In einem anderen Fall in den USA hatten die Richter ganz anders entschieden: Sie sprachen einer Schülerin jüngst 1,25 Millionen Dollar Entschädigung zu, weil ihr der Gang zur Toilette von der Lehrerin untersagt wurde. Sie musste ihre Notdurft in einem Nebenraum verrichten.

koe

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